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Medien „Die Minensucherin“: Christine Neubauer unterwegs in Angola
Mehr Welt Medien „Die Minensucherin“: Christine Neubauer unterwegs in Angola
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17:41 03.04.2011
Gefährliche Tüftelei: Ausbilder Mason (Hannes Jaennicke) merkt, dass sich Nina (Christine Neubauer) beim Entschärfen einer Mine sehr geschickt anstellt. Quelle: ZDF

Wer Christine Neubauer mag, der wird sich freuen. Wer ihre schauspielerischen Fähigkeiten nicht sehr schätzt, der wird den April 2011 nicht in guter Erinnerung behalten oder sollte besser gleich den Fernsehapparat auslassen. Die 48-jährige Münchenerin mit dem Vollweib-Image ist an vier Fernsehabenden zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr zu sehen, zweimal im ZDF und zweimal in der ARD in insgesamt drei Filmen.

Am Anfang steht heute das Drama „Die Minensucherin“, in der Neubauer in Angola mit einem Metalldetektor in der Hand und Schutzanzug am Körper verminte Gebiete durchkämmt; am 22. und 23. April folgt der ARD-Osterzweiteiler „Gottes mächtige Dienerin“ nach der wahren Geschichte der Schwester Pascalina im Dienst von Papst Pius XII.; und am 25. April spielt Neubauer in der ZDF-Komödie „Lügen haben linke Hände“. Neubauer, die – egal, was sie macht – bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF als Quotengarantin gilt, glaubt selbst nicht, dass eine Überdosis mit verschiedenen Rollen und Themen zu langfristigen Schäden beim Publikum führt. „Die Leute, die mich ansprechen, sind absolut begeistert von der Vielfalt“, sagt sie.

„Die Minensucherin“ beleuchtet die Nachwehen des Bürgerkriegs in Angola. Der Film wird am heutigen internationalen Tag für die Aufklärung über Minengefahr ausgestrahlt. Mit diesem Tag wollen die Vereinten Nationen auf die Gefahr durch Minen und Blindgänger, insbesondere für Kinder, aufmerksam machen. Angola ist nach Ende des Bürgerkrieges 2002 immer noch eines der am stärksten verminten Länder der Welt.

In dem Montagsfilm spielt Christine Neubauer die Berufsschullehrerin Nina Schneider, die sich in ihren Ferien für ein Schulprojekt in Angola engagiert. Als eine ihrer Schülerinnen durch eine Landmine ums Leben kommt, gibt sich Nina die Schuld am Tod des jungen Mädchens. Um mit dieser Last leben zu können, bleibt Nina in Angola und lässt sich zur Minensucherin ausbilden – gegen die anfänglichen Widerstände des Truppleiters Mason (Hannes Jaenicke). Dort trifft sie auf einen zusammengewürfelten Haufen aus Glücksrittern und Leuten, die einfach nur Geld verdienen wollen. Für Nina zählt aber der Idealismus. Niemand im Team weiß von ihren Erlebnissen, doch sie ist nicht die Einzige, die ein Geheimnis mit sich herumträgt.

Der Film wählt als Rahmenhandlung Nina in höchster Gefahr. Denn gleich zu Beginn des Dramas begeht sie einen verhängnisvollen Fehler und tritt auf den Rand einer Mine. Jetzt noch ein weiterer falscher Schritt, und sie könnte sterben. Während dieser Sequenz erzählt der Film in Rückblenden von dem Beginn ihres Einsatzes.

So weit die etwas hergeholte, sehr konstruierte Story, die dem ernsten Thema nicht gerecht wird. Besonders dann nicht, wenn in manchen Szenen bittere Fakten mit Klimpermusik unterlegt und flatternden Schmetterlingen begleitet ausgesprochen werden.

Aber Neubauer hat ja noch mehrere Versuche im April, ihre Zuschauer zu überzeugen.

„Die Minensucherin“ | ZDF
Montagsfilm
Montag, 20.15 Uhr

Carsten Rave

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