Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Massenentlassungen bei GM sind Trumps Werk
Mehr Welt Massenentlassungen bei GM sind Trumps Werk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:42 26.11.2018
General Motors Logo. Quelle: AP
Washington

Donald Trump sollte sich mit seiner Twitterei etwas mehr zurückhalten. Am Wochenende polterte der US-Präsident wieder einmal gegen Europa und drohte mit einem verschärften Handelskonflikt. Und am Montag wurde der Chef des Weißen Hauses in allen Einzelheiten über die Folgen seiner leichtfertig verhängten Strafzölle informiert: General Motors, Amerikas größter Autobauer, will 15 Prozent seiner Belegschaft entlassen, da die Kosten für Aluminium und Stahl in die Höhe schießen.

Die Ankündigung aus der GM-Zentrale trifft Trump ins Mark: Ausgerechnet in seinen Hochburgen in Michigan und Ohio sollen gleich in mehreren Werken die Lichter ausgehen. Aus der Konzernführung sind zwar eine ganze Reihe von Gründen zu hören, die zu den Massenentlassungen führen. Die Kostensteigerung von etwa einer Milliarde Euro hat sich der Präsident aber ganz allein zuzuschreiben, da die Autobauer seit dem Frühjahr Importaufschläge von zehn Prozent auf Aluminium und von 25 Prozent auf Stahl zu zahlen haben.

Und anders als Trump vielleicht vermutet, lässt sich der Spezialstahl, der in modernen Fahrzeugen verwendet wird, eben nicht auf die Schnelle auf dem einheimischen Markt herstellen. Diverse Stahlwerke, die in Pennsylvania und Ohio in jüngster Zeit ihre Produktion wieder hochfuhren, setzen eher auf Masse als auf Klasse.

Angesichts der Kostenexplosion fallen Reformen doppelt schwer

Ohne Zweifel steht GM vor einer grundlegenden Neuorientierung. An die Stelle der großen Limousinen und der schweren Pritschenwagen sollen verstärkt Elektroautos und selbstfahrende Fahrzeuge treten. All die Reformen fallen angesichts der Kostenexplosion bei den Materialien jedoch doppelt schwer.

Bleibt nur zu hoffen, dass Trump und sein Wirtschaftsberater Robert Lighthizer die Warnungen der einheimischen Autobauer nicht vergessen, wenn sie das nächste Mal mit den Europäern über Handelsfragen sprechen.

Von Stefan Koch / RND

Die Bundesnetzagentur hat die Vergaberegeln festgelegt, mit denen im Frühjahr nächsten Jahres 5G-Frequenzen versteigert werden sollen. Bis Ende 2022 werden mehr haushalte Zugang zum schnellen Mobilfunk erhalten – aber nicht alle.

26.11.2018

Melania Trump hat die diesjährige Weihnachtsdekoration im Weißen Haus präsentiert. Die Dekoration zeige „viele Prachtstücke“, schwärmte die First Lady.

26.11.2018

Bislang hoffte die Regierung in Rom vor allem mit markigen Sprüchen gegen Brüssel auf schnellen Stimmenfang. Beim sich zuspitzenden Haushaltsstreit mit der EU-Kommission sendet sie nun versöhnlichere Signale. Reicht das, um eine Eskalation abzuwenden?

26.11.2018