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Welt Mann flieht aus Psychiatrie und erklettert Strommast
Mehr Welt Mann flieht aus Psychiatrie und erklettert Strommast
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10:54 23.05.2018
Großeinsatz an der Wunstorfer Straße: Ein verwirrter Mann ist auf einen Strommast an der Bahnstrecke geklettert. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Wunstorf

Nach einer mehrstündigen Suchaktion in Wunstorf ist am späten Dienstagnachmittag ein offenbar verwirrter Mann in Neustadt aufgefunden worden. Er war auf einen Strommast geklettert. In einem Großeinsatz rückten Hilfs- und Rettungskräfte an, um den Mann zu bewegen, freiwillig hinunter zu kommen.

Ein Beamter des Sondereinsatzkommandos aus Hannover kletterte ebenfalls hinauf, nachdem der Strom abgeschaltet war, und redete lange mit dem Mann – immer in Kontakt mit dem Verhandlungsteam der Polizei Hannover. Schließlich begann der offensichtlich erschöpfte Mann mit dem Abstieg.

Die Fahndung endete an einem Strommast. Ein junger Mann war am Dienstag aus einem Psychiatriekrankenhaus getürmt und verschwand spurlos. Erst am Nachmittag entdeckten Anwohner in niedersächsischen Wunstorf den Mann im Gerüst.

Der 37-Jährige war am Vormittag von der Polizei in Hannover aufgegriffen worden, als er mit einem Messer in der Hand auf einem Fensterbrett im sechsten Stock eines Hochhauses saß. Die Beamten brachten ihn ins Psychiatriekrankenhaus in Wunstorf. Doch noch während der Aufnahmeformalitäten flüchtete der Mann aus dem Krankenhaus. Die Polizei fahndete nach ihm, unter anderem mit einem Hubschrauber, ließ auch im Bahnhofsbereich die Züge langsam passieren und auf Sicht fahren.

Gegen 16.30 meldete sich dann eine Anwohnerin der Wunstorfer Straße in Neustadt bei der Polizei: Sie hatte im Garten jemanden sprechen gehört und schließlich den Mann auf dem stählernen Gerüst in rund 40 Metern Höhe entdeckt. Die Feuerwehr Neustadt und die Höhenretter der Feuerwehr aus Hannover hielten sich am Einsatzort bereit, ebenso wie der Rettungsdienst und Notfallseelsorger Tim Kröger.

Sie brauchten viel Geduld. Nach rund vier Stunden gab der Geflüchtete den Widerstand auf, ließ sich von dem Beamten anseilen und machte sich an den Abstieg.Er ließ sich schließlich im Rettungswagen wieder ins Krankenhaus Wunstorf zurückfahren. Zur eigenen Sicherheit wurde er in der geschlossenen Abteilung untergebracht.

Der Strom konnte schließlich wieder eingeschaltet werden – die Neustädter Stromkunden dürften von der Abschaltung nichts mitbekommen haben: Sie wurden solange über das Umspannwerk Büren versorgt.

Von Kathrin Götze/HAZ/RND

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