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Welt Lufthansa lässt Hund am Flughafen sitzen
Mehr Welt Lufthansa lässt Hund am Flughafen sitzen
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17:14 29.03.2018
Lufthansa weigerte sich, Hund Joey in die USA zu fliegen. Quelle: dpa
Frankfurt am Main

Tierischer PR-Alptraum für die Lufthansa und ihre Schwestergesellschaft United Airlines. Die Fluggesellschaften sind in einen Online-Shitstorm geraten. Der Grund: Die amerikanische Familie MacEnulty landete am Zielflughafen Chicago und ihr Hund Joey saß in Frankfurt fest. Inzwischen sind sein Herrchen und er wieder vereint, wie Bilder beim Kurznachrichtendienst Twitter zeigen. Doch in den USA sind die beiden noch immer nicht angekommen.

Das Drama begann damit, dass die Mutter von Vater John starb. Die Familie hatte ein Jahr in Deutschland gelebt und musste in die Vereinigten Staaten zurückkehren. Zusammen mit ihrem Schäferhund-Beagle-Mischling und Katze Molly erschienen sie am Frankfurter Flughafen und checkten bei Lufthansa ein. Nach der Landung auf dem O’Hare Airport von Chicago war dann aber nur die Katze vor Ort.

Mutter Dawn fand stattdessen eine SMS von Lufthansa vor: “Sie schrieben, dass sie Joey wieder von Bord geholt hatten, weil sie ihn flugunfähig hielten.” Ein Lufthansa-Sprecher begründet die Entscheidung so: “Uns ist die Gesundheit unserer tierischen Passagiere sehr wichtig. Nach Meinung unser Experten hätte sich Joey außer dem bereits vorhandenen blutigen Kratzer an der Nase noch mehr Verletzungen zufügen können. Er war in einem Dauerzustand von Panik und biss ständig in die Gitterstäbe des Transportkastens.”

Lufthansa und United Airlines weisen Verantwortung von sich

John MacEnulty kennt das Panik-Problem des Familienhundes: “Bei der Hinreise hat uns der Tierarzt das Beruhigungsmittel Xanax gegeben, weil Joey starke Trennungsangst hat. Doch wir konnten in Deutschland keinen Tierarzt finden, der uns das ebenfalls verschreibt.” Trotzdem sei Joey am Flughafen vom Transportdienst für flugtauglich erklärt worden. Mit ein paar Kratzern an der Nase durch die Gitterstäbe, damit hatten die MacEnultys gerechnet, “weil er sie immer im Käfig gegen die Gitterstäbe presst.”

Weil weder United Airlines, bei denen die MacEnultys die Tickets gekauft hatten, noch Lufthansa die Verantwortung für den festsitzenden Hund in Deutschland übernehmen wollten, starteten die MacEnultys eine Twitterkampagne. Dawn MacEnulty: “Es kann nicht sein, dass wir 1700 Dollar für den Transport unserer Haustiere bezahlen und wir dann im Stich gelassen werden.” Die wütenden Reaktionen schienen bei Lufthansa und United Airlines zu wirken.

„Wir vermissen ihn so sehr“

John MacEnulty twitterte, “United fliegt mich zurück nach Deutschland.” Um vier Stunden später zu schimpfen: “United und Lufthansa haben ihre Versprechungen nicht gehalten. Ich soll jetzt für den Flug selbst zahlen.” Immerhin sagte Lufthansa laut Sprecher zu, Hund Joey kostenlos in die USA befördern, “sobald ein Tierarzt grünes Licht gibt.” Und die deutsche Fluglinie begrüßt, dass das Herrchen nach Frankfurt kommt, um “Joey zu beruhigen.”

Der MacEnulty-Hund lebte in der Zwischenzeit in einem Hundehotel mit einem Tiertrainer. Für Frauchen Dawn ist das kein Trost: “Wir vermissen ihn so sehr. Und wir haben keine Garantie, dass sie ihn überhaupt irgendwann befördern. Was ist, wenn er sich wieder so panisch aufführt, sobald er von John getrennt ist?”

Von RND/Dierk Sinderman

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