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Welt Kreis-Mitarbeiterin soll sich Tausende Euro überwiesen haben
Mehr Welt Kreis-Mitarbeiterin soll sich Tausende Euro überwiesen haben
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19:25 22.08.2018
Betrug im Kreishaus in Hildesheim: Eine Mitarbeiterin soll sich über Jahre selbst Geld überwiesen haben. Quelle: Gossmann
Hildesheim

Eine Mitarbeiterin des Landkreises Hildesheim soll über mehrere Jahre Geld aus dem Kreisbudget abgezweigt und auf ein privates Konto überwiesen haben. Die Verwaltung bestätigte auf Nachfrage den Sachverhalt grundsätzlich. Demnach geht es um eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich, mit der die Frau private Rechnungen beglichen haben soll. Nach Auskunft der Verwaltung hat man sich inzwischen von der Mitarbeiterin getrennt, gegenüber Vorgesetzten hatte sie die Überweisungen dem Vernehmen nach eingeräumt.

„Erst kürzlich“, so der Landkreis in seiner Stellungnahme, seien bei internen Routinekontrollen Unstimmigkeiten aufgefallen. Weitere umgehend eingeleitete Überprüfungen hätten den Verdacht erhärtet. Wann die offenbar kriminellen Geldflüsse begannen, ist noch unklar. Der Kreis schreibt von einem „längeren Zeitraum“, nach Recherchen der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“ liegt der Startpunkt mindestens im Jahr 2015. Bis sie aufflog, hatte die Mitarbeiterin zahlreiche Überweisungen erledigt, aufgedeckt haben die Kreis-Aufklärer bislang „eine hohe zweistellige Zahl“. Die Frau soll sich über Passwörter von Kollegen Zugang zu Buchungssystemen verschafft haben.

Allerdings sind weder Polizei noch Staatsanwaltschaft bislang von der Kreisverwaltung über den Fall informiert worden. „Da die internen Ermittlungen noch andauern und die Staatsanwaltschaft eine chronologische Zusammenstellung der einzelnen Vorgänge mit den zugehörigen Unterlagen benötigt, konnte bislang noch keine Strafanzeige gestellt werden.“ Sobald diese Unterlagen vollständig seien, werde man Anzeige erstatten.

Von Jan Fuhrhop und Rainer Breda

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