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L wie Landesliste

OP-Wahl-ABC L wie Landesliste

In der Serie Wahl-ABC erklären wir täglich einen Begriff aus dem Wahl-Jargon - heute die Landesliste.

Die Landesliste ist in Deutschland die Liste der Kandidaten einer Partei für die Wahl zum Bundestag und Landtagen mit einer sogenannten personalisierten Verhältniswahl. Im Gegensatz zur Abstimmung über die Kandidaten der Wahlkreise, die direkt gewählt werden (Direktmandat), können die Wähler über die Kandidaten der Landesliste üblicherweise nur en bloc abstimmen, indem sie mit der Zweitstimme eine Partei wählen. Je nach Sitzverteilung im Parlament gilt die entsprechende Anzahl der Kandidaten in der Reihenfolge der Liste der jeweiligen Partei als gewählt. Spitzenkandidaten, die in ihrem Wahlkreis als Direktkandidat antreten, sind häufig über einen vorderen Listenplatz „abgesichert“.

Bundeslisten gibt es bei Bundestagswahlen nicht. Parteien, die nicht im Deutschen Bundestag oder in einem Landtag mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten sind, müssen Unterschriften von einem Tausendstel der Wahlberechtigten des betreffenden Landes bei der letzten Bundestagswahl beibringen, höchstens jedoch 2000 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten.

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