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Welt Kunst mit Illusion: Ausstellungsbesucher fällt in schwarzes Loch
Mehr Welt Kunst mit Illusion: Ausstellungsbesucher fällt in schwarzes Loch
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11:31 23.08.2018
Fläche oder nicht? Dieses Loch hat einen Besucher in tiefe Verzweiflung gestürzt. Quelle: Filipe Braga, Fundacao de Serralves, Porto via AP
Porto

Kunst kann wehtun. Nicht nur emotional, sondern auch rein physisch. Ein Beispiel dafür hat ein etwa 60-jähriger Italiener gebracht: In einer Ausstellung des britischen Bildhauers Anish Kapoor im portugiesischen Serralves-Museum ist der Besucher in ein 2,40 Meter tiefes, schwarzes Loch gefallen.

Für einen Besucher wurde der Titel Wirklichkeit

Dieses Loch, installiert in der Mitte eines Betonwürfels, ist Teil einer Installation, die den passenden Titel „Descent into Limbo“, also Abstieg in die Unterwelt, trägt. Der Besucher glaubte die Sache mit dem Abstieg wohl nicht so ganz, denn das kreisrunde Loch ist so erfüllt von Dunkelheit, dass es wie eine Fläche aussieht. Vantablack heißt das Material, das keine Lichtreflexion zulässt und deswegen den damit bestrichen Objekten zweidimensional aussieht – wie in einem Comic. Für die künstlerische Verwendung des Materials hat sich Kapoor exklusive – und teure – Nutzungsrechte gesichert.

Schilder haben vor dem Absturz gewarnt

Eigentlich gilt in Museen und Kunsthalle die Devise: Nur angucken, nicht anfassen! Und ständig stehen auch genügend Aufseher herum, die die Besucher daran erinnern. Auch rund um das Lochen seien Warnschilder aufgestellt worden. Auch hat in der Regel eigens dafür geschultes Personal die Besucher vor dem Absturz in die Tiefe gewarnt. Der Besucher soll laut Medienberichten mit einer Rückenverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein, sei aber schnell wieder entlassen worden.

Anish Kapoor hat 1991 für seine künstlerischen Arbeiten den renommierten britischen Turner-Preis für zeitgenössische Kunst erhalten. Auch wurde er für seine Verdienste zum Ritter geschlagen.

Von Geraldine Oetken / RND

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