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Kultur Tränen und Überraschungen bei den Césars
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18:11 25.02.2017
Bewegender Auftritt:Jean-Paul Belmondo. Quelle: imago
Paris

Der französischer Psychothriller „Elle“ von Paul Verhoeven hat den César für den besten Film gewonnen. Der Film handelt von einer Frau, die mehrmals von einem Einbrecher vergewaltigt wird. Isabelle Huppert, die in dem Film die Hauptrolle spielt, erhielt die Trophäe als beste Schauspielerin. Ihre Darstellung hat der 63-Jährigen auch bei den Oscars in dieser Kategorie eine Nominierung eingebracht.

Der Thriller „Elle“ wurde gefeiert, und George Clooney zeigte sich verliebt: In Paris wurde der Filmpreis César verliehen.

Verhoeven war bei der Verleihung am Freitagabend in Paris anwesend. Huppert habe den Film auf ein höheres Niveau gebracht, sagte der 78-Jährige. Und fügte hinzu: „Je t'aime.“ Die Oscar-Verleihung findet in der Nacht von Sonntag auf Montag statt. „Elle“ feierte im Mai 2016 in Cannes Premiere.

Ehren-César an George Clooney

Der César für die beste Regie ging an den Frankokanadier Xavier Dolan für „Einfach das Ende der Welt“. Das Drama erzählt die Geschichte eines sterbenskranken Schriftstellers, der nach zwölf Jahren Abwesenheit wieder in seinen Heimatort zurückkehrt. Die Hauptrolle in dem Film des 27-Jährigen spielt der Franzose Gaspard Ulliel, der auch den Preis für den besten Schauspieler gewann. Das Sozialdrama „Ich, Daniel Blake“ des britischen Filmemachers Ken Loach wurde mit dem César als bester ausländischer Film ausgezeichnet. Für den Film erhielt Loach in Cannes die Goldene Palme. 

Für den Höhepunkt des Abends sorgten aber George Clooney und seine Frau Amal. Der Hollywoodstar wurde für seine Karriere mit dem Ehren-César gewürdigt. Er sei glücklich, hier zu sein, und stolz, der Ehemann Amals zu sein, sagte der 55-Jährige. Dann machte er der 39-jährigen Juristin vor einem begeisterten VIP-Publikum eine Liebeserklärung: „I love you much“, warf er ihr zu. Er freue sich auf die kommenden Wochen und Monate, erklärte er strahlend. Damit spielte er auf die Schwangerschaft seiner Frau an. Amal Clooney wird voraussichtlich im Sommer Zwillinge zur Welt bringen.

Bewegender Auftritt von Belmondo

In seiner Dankesrede kritisierte Clooney allerdings auch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Man dürfe keine Angst vor dem Anderen haben, sagte er, sondern man müsse gemeinsam gegen den Hass in der Welt und für die Freiheit kämpfen.

Voller Bewegung war auch der Auftritt von Jean-Paul Belmondo. Dem 83-Jährigen wurde mit einer Reihe von Ausschnitten aus seinen Filmen eine Hommage erwiesen. Belmondo hatte Tränen in den Augen, als er sich dafür bedankte. Der Schauspieler erlitt im August 2001 einen Schlaganfall und musste das Gehen und Sprechen neu lernen. Seitdem geht er am Stock.

Von dpa/RND