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Kultur "Thriller Live" in der Swiss Life Hall
Mehr Welt Kultur "Thriller Live" in der Swiss Life Hall
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00:16 15.12.2015
Auch der kleine Michael war mit von der Partie: "Thriller Live" in der Swiss Life Hall. Quelle: Körner
Hannover

Wäre die Swiss Life Hall an diesem Abend nicht bestuhlt, das Publikum der „Thriller Live“-Show würde Michael Jackson auch tanzend die Ehre erweisen. So aber bleibt es bei euphorisiertem Sitzgeklatsche und ausdauernden Standing Ovations für den „King of Pop“. In ständiger Bewegung sind dafür die Sänger und Tänzer der Tribute-Show, bei der es sich um eine 1:1-Kopie der gleichnamigen Musicaldarbietung von Schöpfer Adrian Grant und den Choreografen Gary Lloyd und LaVelle Smith Jr. handelt.

Im Londoner Musicaldistrikt West End wird diese Hommage an Michael Jackson seit seinem Tod – und somit seit etwas mehr als sechs Jahren – frenetisch gefeiert. Mittlerweile gehört sie zu den Top 20 der Shows mit den längsten Laufzeiten.

Der Mythos Jackson

Auch der in Hannover gastierende Ableger tourt seit Jahren erfolgreich quer durch Europa. Das mag nicht nur an den Songs liegen, die, eingewebt ins kulturelle Gedächtnis mehrerer Generationen, den Mythos Jackson nach wie vor am Leben erhalten, sondern auch an der Show an sich. Von Minute Eins bis zum Schluss wird da auf der Bühne durchgepowert. Umgeben von wildblinkender Bühnenbeleuchtung und bunter Videosequenzen zelebriert die wunderbar kostümierte Revival-Truppe bestehend aus vier Sängern, einer Sängerin, zehn Tänzer und Tänzerinnen die musikalischen Höhepunkte des Popgiganten. Sogar eine Live-Band versteckt sich hinter einer Schiebewand auf der Bühne.

Eine nahezu perfekte Imitation

Die Tribute-Künstler arbeiten sich chronologisch von den frühen MJ-Anfängen bei den Jackson Five („ABC“, 1970) über die jungen Solo-Jahre („Don’t Stop ’Til You Get Enough“, 1979) und dem legendären „Thriller“-Album (1982) zu den Balladen der frühen Neunzigerjahre vor („Heal the World“, 1992). Dabei ist es verblüffend, wie stimmnah die Sänger dem Popgiganten kommen. Selbst Jacksons bekanntes Stöhnen und Jauchzen wird so stilecht wiedergegeben, wie es nur bei einer nahezu perfekten Imitation möglich ist.

Großes Jaulen beim Moonwalk

Auch das choreografische Programm kann sich sehen lassen. Es ist gerahmt von Tanzeinlagen aus Jazz- und Breakdance-Elementen, vor allem aber feiern die Artisten den Jackson-eigenen Tanzstil, auch „Popping“ genannt. Beim Moonwalk geht ein Jaulen durch den Saal. Die Freude an den choreografischen und modischen Insignien des verstorbenen Weltstars ist hautnah zu spüren. Manche Zuschauer tragen Fedora-Hüte und silbern-glänzende Handschuhe. Die zweieinhalb Stunden andauernde Show inszeniert den Künstler als die Poplegende, die Michael Jackson schon zu Lebzeiten war – unabhängig von den Skandalen um seine Person. Und dafür sind viele Fans in Hannover dankbar

Von Melanie Huber

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