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Kultur Aus „Joseph Beuys“ wird „Geist“
Mehr Welt Kultur Aus „Joseph Beuys“ wird „Geist“
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12:03 01.08.2014
Beuys'scher Geist: Drei Künstler haben in Düsseldorf aus den Resten einer berühmten Fettecke von Beuys Schnaps gebrannt. Quelle: Matthias Balk
Düsseldorf

Das Etikett wird geändert, aus „Joseph Beuys“ wird „Geist“: Mit dieser Lösung ist der Streit über die Verarbeitung des Rests einer zerstörten Fettecke des berühmten Künstlers zu Schnaps beigelegt worden. Die Parteien hätten sich am Donnerstagabend außergerichtlich geeinigt, sagte am Freitag ein Anwalt der Kanzlei Raue in Berlin. Er bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Künstlerwitwe Eva Beuys hatte die Urheberpersönlichkeitsrechte ihres 1986 in Düsseldorf gestorbenen Mannes verletzt gesehen.

Der Auslöser: Die Künstler Markus Löffler, Andree Korpys und Dieter Schmal hatten im Museum Kunstpalast aus den über 30 Jahre alten Margarineresten mit einer Apothekerdestille erst 80-prozentigen Alkohol gebrannt und diesen dann zu etwa vier Litern 50-prozentigem Schnaps verdünnt. Die Rest-Fettecke hatte der Beuys-Schüler Johannes Stüttgen zur Verfügung gestellt.

Nun einigten sich beide Seiten auf eine Änderung der Angaben auf dem Etikett der Schnapsflasche: Statt „Joseph Beuys, Reste einer staatlich zerstörten Fettecke“ soll hier nun stehen „Geist. Reste der zerstörten Fettecke von Joseph Beuys (1982, Raum 3, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Edition 1-16, Korpys/Löffler/Schmal 2014, 50 % Vol)“.   Der Witwe sei es vor allem wichtig gewesen, dass der Name ihres Mannes nicht weiter fettgedruckt auf dem Etikett erscheine, sagte der Anwalt der Berliner Kanzlei. Zudem werde durch die Änderung deutlich, dass es sich um eine Edition von 16 Flaschen der drei genannten Künstler handele.

Weitere Flaschen des Destillats werde es nicht geben. Das Düsseldorfer Museum Kunstpalast versicherte, dass das „wechselseitige Missverständnis“ ausgeräumt worden sei. 

dpa

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