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Kultur „Man of Steel“ ist einfach super, Mann!
Mehr Welt Kultur „Man of Steel“ ist einfach super, Mann!
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05:08 20.06.2013
Mann aus Stahl: Henry Cavill spielt den neuen Superman. Quelle: Warner Bros.
Berlin

Die Blockbustersaison ist in vollem Gange: Nach Filmen wie „Star Trek Into Darkness“, „Iron Man 3“, „Fast and Furios 6“, „Der Große Gatsby“, „Hangover 3“ und „After Earth“ startet nun auch „Man of Steel“. Regisseur Zack Snyder („Watchmen – Die Wächter“) lässt den größten und populärsten aller Superhelden, der erstmals 1938 in einem Comic-Heft erschien, erneut über die Leinwand sausen: Superman. Die letzte Kinoadaption, „Superman Returns“ von Bryan Singer, liegt bereits sieben Jahre zurück. Der Held vom Planeten Krypton, der auch diesmal nicht weniger als die Menschheit retten muss, wird verkörpert vom Briten Henry Cavill („Krieg der Götter“). Zudem mit dabei sind Darsteller wie Kevin Costner, Russell Crowe, Diane Lane, Amy Adams und Michael Shannon.

„Man of Steel“ startet mit einer surrealen Geburtsszene: Der Anfang der Superheldenlegende auf dem Planeten Krypton. Kal-El, der spätere Superman, wird von seinen Eltern per Raumschiff gen Erde geschickt, wo er in Smallville, Kansas, als Clark Kent bei Adoptiveltern (Costner und Lane) aufwächst. Bereits als Schüler muss Clark erkennen, welch große Verantwortung mit Superkräften einhergeht. Später bekommt er es mit Abtrünnigen seines Heimatplaneten zu tun. Die Krieger um General Zod (Shannon) haben einen so perfiden wie unglaublichen Plan: Ausgerechnet auf der Erde soll das Geschlecht der Kryptonier wieder auferstehen. Die Menschheit freilich steht dabei nur im Weg. Und Superman vor schier unlösbaren Aufgaben – hin und her gerissen zwischen zwei Zivilisationen muss er sich entscheiden.

Gleich zu Beginn spürt man, dass Kultregisseur Christopher Nolan, bekannt vor allem durch die legendäre „Dark Knight“-Trilogie, auch hier seine Hand mit im Spiel hatte (als Produzent). „Man of Steel“ entwirft eine äußerst düstere Vision von Supermans Heimat Krypton: seltsame Raumschiffe und unheimliche Flugsaurier, grandiose panzerartige Kostüme irgendwo zwischen „Star Wars“ und „Alien“ – ein dem Untergang geweihter Planet. Auch sonst ist der neue „Superman“ ernster und dunkler geraten als sein Vorgänger, „Superman Returns“ von 2006.

Hauptdarsteller Henry Cavill, der sich für seine Rolle einiges an Muskelmasse hat antrainieren müssen, wirkt dynamischer und maskuliner als sein Vorgänger Brandon Routh.

Der Cast insgesamt ist prominenter als bei „Superman Returns“, wo zwar ein Kevin Spacey auftrumpfen durfte, es ansonsten aber wenig darstellerische Highlights zu verzeichnen gab. Diesmal stechen gleich einige Performances hervor: Michael Shannons herrlich aggressiver General Zod genauso wie Russell Crowe als Supermans stolzer leiblicher Vater; Diane Lane als liebevolle Martha Kent ebenso wie Kevin Costner als Jonathan Kent. Die Überraschung des Films aber ist ausgerechnet eine deutsche Mimin: Den durchdringenden Blick von Antje Traue („Berlin am Meer“) in der Rolle der bösen Krypton-Kriegerin Faora-Ul schüttelt man auch nach Ende der zweieinhalbstündigen 3-D-Action nicht so schnell wieder ab.

Wie es sich für eine filmische Comic-Adaption im Blockbusterformat gehört, kulminiert der „Mann aus Stahl“ in einem fulminanten, wenn auch etwas zu lautem und zu langem Finale. Spätestens hier wünscht man sich dann doch ein wenig mehr an Humor und Ironie – ähnlich vielleicht wie zuletzt in den „Iron Man“-Streifen oder bei den „Avengers“. Zack Snyders „Man of Steel“ aber stellt einen so mutigen wie durchaus innovativen Neustart für Superman dar. Ein Reboot, das vielleicht nicht derart Maßstab setzend ist wie Nolans „Dark Knight“-Reihe, das aber Lust macht auf mehr. Sollte „Man of Steel“ an den Kinokassen reüssieren, dann darf man wohl mit einer Fortsetzung rechnen.

dpa

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