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Kultur Jessica Schwarz purzelt in die Vergangenheit
Mehr Welt Kultur Jessica Schwarz purzelt in die Vergangenheit
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00:00 13.07.2017
Was, wäre, wenn ...: Ein Unfall katapultiert Kati (Jessica Schwarz) in Pepe Danquarts Kinokomödie scheinbar fünf Jahre in die Vergangenheit. Quelle: NFP
Hannover

Nach fast fünf Jahren Ehe ist Kati (Jessica Schwarz) mit ihrer Beziehung zum vielbeschäftigten Oberarzt Felix (Felix Klare) nicht mehr richtig glücklich. Da weckt die zufällige Begegnung mit dem Künstler Mathias (Christoph Letkowski) in der Agenturangestellten neue romantische Gefühle. Doch bevor sie denen, vielleicht, nachgibt, katapultiert ein übler Crash mit einem Lkw sie fünf Jahre in die Zeit vor ihrer Beziehung zu Felix zurück.

Romavorlage stammt von Zeitreise-Spezialistin Kerstin Gier

Fortan tut Kati alles, um Felix aus dem Weg zu gehen und sich stattdessen Mathias zu angeln. Nebenbei versucht sie mit ihrem Vorwissen, ihre besten Freundinnen vor bösen Überraschungen in deren Leben zu bewahren.

Nach einer Reihe von Sportdokus („Heimspiel“, „Höllentour“, „Am Limit“), einer Gaunergroteske („Basta. Rotwein oder Totsein“) und einem Holocaust-Drama („Lauf, Junge, lauf“) grast Pepe Danquart nun auf dem Gebiet der romantischen Komödie. Die Romanvorlage stammt von Kerstin Gier, die Spaß an Zeitreise-Geschichten zu haben scheint. Schließlich schrieb sie schon die – ebenfalls verfilmte – „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie.

Betont schräge Auftritte von Milan Peschel

Angesichts der Adaption von „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ stellt sich Spaß allerdings nur bedingt ein. Oft wirkt die Komik, zu der auch einige Slapstick-Kunststückchen von Jessica Schwarz und betont schräge Auftritte von Milan Peschel als Galerist gehören, ziemlich angestrengt herbeigeführt.

Aber immerhin bekommt die Story durch das „Was wäre, wenn...“-Szenario einen ganz reizvollen Dreh. Dabei macht es Danquart seiner etwas tollpatschigen Heldin mit ihrer Wahl nicht leicht. Kati muss sich am Ende wirklich zwischen zwei Männern entscheiden, die beide auf ihre Weise sehr sympathisch sind.

Von Jörg Brandes / RND

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