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Kultur Grammy für Georgsmarienhütte
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22:11 09.02.2015
Von Stefan Knopf
Stolze Sieger: Das Team vom Klassikmusiklabel cpo mit Burkhard Schmilgun (v. l.), Lothar Bruweleit, Michael Rickert, Carolin Ranke und GerhardGeorg Ortmann. Quelle: cpo
Georgsmarienhütte

„Da teilte mir eine Mitarbeiterin mit, dass wir den Grammy gewonnen haben“, sagt Burkhard Schmilgun, Produzent des Klassiklabels cpo in Georgsmarienhütte. Den Grammy! Den Oscar der Musikindustrie! „Da musste ich erst mal schlucken.“ Das fünfköpfige Unternehmen aus dem Landkreis Osnabrück erhielt den begehrten Preis gemeinsam mit Musikern vom Boston Early Music Festival und Radio Bremen für die Opernaufnahme „La Descente d’Or­phée aux Enfers“ des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier.

Den Preis, das berühmte goldene Grammofon, holte sich in der Nacht zu Montag in Los Angeles neben anderen der Dirigent Stephen Stubbs ab. „Die haben einfach versäumt, uns Bescheid zu sagen“, sagt Schmilgun. Aber warum hat er als Mitnominierter nicht nachts ferngesehen oder gleich morgens ins Internet geschaut? „Wir waren bereits viermal für den Grammy nominiert und haben nie gewonnen. Ich dachte, dass es auch dieses Mal nichts wird.“ Alle im Team dachten so, keiner verfolgte die Preisverleihung. Die Nachricht erfuhr Mitarbeiterin Caroline Ranke aus dem Radio.

Nach dem Anruf seiner Kollegin eilte Schmilgun in sein Büro. „Das Telefon steht nicht still, das Radio und zwei Fernsehteams waren auch schon da“, sagte Schmilgun gestern am frühen Nachmittag. „Wir haben schon viele Preise für unsere Klassikproduktionen gewonnen, national und international“, erzählt der gelernte Musikwissenschaftler. „Aber jetzt weiß ich, was es heißt, Grammy-Gewinner zu sein.“ Er sei nicht einmal dazu gekommen, sich seinen geliebten grünen Tee zu kochen. „Wir freuen uns hier alle sehr“, sagt der 60-Jährige.

Die nun prämierte CD wurde im „großartigen Sendesaal von Radio Bremen“ aufgenommen, wie der gelernte Violinist Schmilgun sagt. Seine Aufgabe sei, im Vorfeld einer CD-Aufnahme in Zusammenarbeit mit seinem Team die Musiker und den Dirigenten auszuwählen, und im Nachhinein dafür zu sorgen, dass das Produkt erfolgreich vertrieben werde. Mit dem Boston Early Music Festival arbeite man schon seit vielen Jahren zusammen. Diese Kooperation werde nun gekrönt.

Von dem Preis erhofft sich Schmilgun mehr Aufmerksamkeit für das Label, das 1986 in Osnabrück gegründet wurde und seit 1991 von Georgsmarienhütte aus arbeitet. „Ich würde mich freuen, wenn jetzt noch mehr Menschen wahrnehmen, dass es ein solches Label hier in Niedersachsen gibt.“ Am Abend wollte das cpo-Team dann noch ein wenig feiern. Mit einem Bier. Nicht mit grünem Tee.

Die anderen nominierten Niedersachsen hingegen gingen in Los Angeles leer aus. Der Osnabrücker DJ Robin Schulz, der für seine Remix-Aufnahme „Waves“ nominiert war, gewann ebenso wenig den Grammy wie der Northeimer Tonstudio-Inhaber Günter Pauler und sein Toningenieur Hans-Jörg Maucksch, die in der Kategorie „Bestes Surround-Sound-Album“ ins Rennen gegangen waren.

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