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17:58 18.02.2014
Der ehemalige Gitarrist der Band Trio, Gert „Kralle“ Krawinkel (rechts) ist tot. Quelle: dpa
Berlin

Der ehemalige Gitarrist der Band Trio, Gert „Kralle“ Krawinkel ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 66 Jahren in Cuxhaven, wie Musikmanager George Glueck „Focus Online“ und der Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Witwe des Musikers am Dienstag bestätigte. Zuvor hatte auch Matthias Klein, der Webmaster des Trio-Kollegen Stephan Remmler, gesagt, Krawinkel sei gestorben.

Krawinkel hatte 1979 gemeinsam mit Sänger Remmler und Schlagzeuger Peter Behrens die Band Trio gegründet. Ihr Song „Da da da“ wurde 1982 zu einer Hymne der Neuen Deutschen Welle. Wenig später folgte mit „Anna - Lassmichrein Lassmichraus“ der nächste Hit. 1986 löste sich die Gruppe auf.

Einige Zeit spielte Krawinkel in der Band von Marius Müller-Westernhagen zudem versuchte er sich als Solokünstler und nahm 1993 das Album „Kralle“ auf. Später lebte er laut Remmlers Internetseite in Spanien, wo er sich im Haus auch ein Tonstudio eingebaut hatte.

Viele Jahre nach Trio machte Krawinkel noch einmal auf sich aufmerksam. In den 1990er Jahren ritt er auf seinem Pferd vom spanischen Sevilla nach Cuxhaven und verschaffte sich so einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde für die längste Reitwanderung der Welt.

Nach Angaben Gluecks, der auch mit Trio gearbeitet hat, starb Krawinkel im niedersächsischen Cuxhaven. Dort sei er wegen einer schweren Krankheit zur Kur gewesen, berichtete Glueck aus New York. Er habe diese Informationen von der Witwe des Musikers, denn Krawinkel sei mit seiner langjährigen Freundin Monika inzwischen verheiratet gewesen.

Auf der Internetseite des Sängers Stephan Remmler ist ein Kondolenzbuch eingerichtet, in das sich bis zum Nachmittag Hunderte Fans eingetragen hatten. „Vielen Dank für grandiose Gitarrenattacken, die meine Jugend geprägt haben“, „Ich bin tief getroffen. Und verneige mich“ oder „Schon wieder geht ein Stück meiner Jugend... R.I.P.“, heißt es in den Einträgen. Und ein weiterer Fan schreibt: „Danke Kralle. Danke für die einzigartige Musik. Neu, schräg, anarchisch, witzig - genau dadurch wurde deine Musik zu etwas ganz Besonderen. Du hast mit Stephan und Peter meine Jugend jeden Tag ein bisschen lustiger gemacht.“

dpa

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