Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Kultur „Tad Stones“ – Der Traum vom Abenteuer
Mehr Welt Kultur „Tad Stones“ – Der Traum vom Abenteuer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 10.01.2018
Dem Entführer auf der Spur: Tad Stones, der sich irgendwie auf Indiana Jones reimt, braucht Unterstützung. Quelle: Foto: Paramount
Hannover

Der Bauarbeiter Tad Stones wäre viel lieber Archäologe. Klar, dass er der Einladung der gestandenen Archäologin Sara Lavroff zu einer Konferenz in Las Vegas folgt – zumal er in die Frau auch noch schwer verschossen ist. Doch dann kommt im Animationsfilm „Tad Stones und das Geheimnis von König Midas“ alles anders: Sara wird entführt.

Reicher Bösewicht fordert den Helden heraus

Hinter dem Kidnapping steckt Millionär Jack Rackham, der mit Saras erzwungener Hilfe die drei Teile der Halskette finden will, die dem legendären König Midas göttliche Kräfte verlieh und ihn befähigte, alles in Gold zu verwandeln, was er berührte. Tad nimmt mit Saras Assistentin Tiffany die Verfolgung auf. Er will nicht nur Sara befreien, sondern auch verhindern, dass die Schmuckstücke in Rackhams macht- und goldgierige Hände fallen.

Nicht von ungefähr erinnert der Name des Helden, der im Original Tadéo Jones heißt, an einen berühmten Kinokollegen. Und wie Steven Spielberg in seinen „Indiana Jones“-Filmen kombinieren auch die „Tad Stones“-Verantwortlichen um das Regieduo David Alonso und Enrique Gato gekonnt Entdeckerfreude und Abenteuerlust mit Action, Spannung und Spaß.

Eine Mumie als Elvis-Imitator

Für den Witz sind in erster Linie die Begleiter des etwas tollpatschigen Tad und der taffen Tiffany zuständig: ein Hund und ein ziemlich schräger Spottvogel, die sich kleine Scharmützel liefern, sowie eine Mumie, die sich in Las Vegas als Elvis-Imitator und im spanischen Granada als Flamenco-Tänzerin tarnt.

An sein großes Vorbild reicht der Titelheld nicht ganz heran. Dazu bietet die Handlung zu wenig Überraschendes. Aber in der Schwemme von Trickfilm-Produktionen, die derzeit in die Kinos strömen, gehört dieses Abenteuer zu den sehenswerteren.

Von Jörg Brandes / RND

Die Brüche fehlen: Der Dokumentarfilm „Julian Schnabel: A Private Portrait“ (Kinostart am 11. Januar) kommt einer Lobpreisung gleich. Hier wird Honig um den Bart geschmiert – etwas mehr Distanz hätte dem Film gut getan.

09.01.2018

In den aktuellen Debatten über Macht, Männer und Moral kommt das Kursbuch „Frauen II“ gerade recht. Es zeigt 40 Jahre nach der Ausgabe „Frauen“, dass zwar viel bewegt wird, sich aber wenig bewegt. Das passt auch zum kleinen Aufbegehren bei den Golden Globes.

09.01.2018

Seit Anfang des Jahres bittet der „Spiegel“ Verlage zur Kasse, die ihre Bücher mit dem Titel „Spiegel-Bestseller“ anpreisen. Dem Schriftsteller Wladimir Kaminer sind solche Bestenlisten suspekt. Weder seien sie eine Ehrung für Autoren, noch böten sie Lesern Orientierung, urteilte der 50-Jährige gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

09.01.2018