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Kultur Daniel Craig spielt Hauptrolle in US-Version der „Millennium-Trilogie“
Mehr Welt Kultur Daniel Craig spielt Hauptrolle in US-Version der „Millennium-Trilogie“
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19:45 27.07.2010
Von Stefan Stosch
Mr. Bond, übernehmen Sie: Daniel Craig mit neuem Auftrag. Quelle: Sony Pictures

Als Exportkraft erster Güte ist Hollywood bekannt: Gerade tourt Angelina Jolie um den Erdball, um im Tagesrhythmus ihren neuen Film „Salt“ in Moskau oder Tokio zu bewerben. Schließlich wird der Spionagethriller auch beinahe zeitgleich rund um den Globus in die Kinos kommen (in Deutschland: 26. August).

Bei so viel Außenorientierung gerät leicht aus dem Blick, dass Hollywood umgekehrt schon immer begierig darauf war, aufstrebende Talente zu importieren, gern aus Europa. Momentan inszeniert beispielsweise der deutsche Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“) im Hollywood-Auftrag „The Tourist“, ebenfalls mit Jolie und Johnny Depp. Noch lieber greift sich Hollywood Erfolgsstoffe und verfilmt sie ein zweites Mal – in besonders skurrilen Fällen mit demselben Regisseur, siehe Michael Haneke und seine zweifache Version des Psychothrillers „Funny Games“.

Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood den Blick auf Stieg Larssons „Millennium-Trilogie“ richten würde. Diesseits des Atlantiks hat die schwedische Geschichte um den Journalisten und die Computerhackerin für Furore gesorgt und in Deutschland rund 1,6 Millionen Zuschauer ins Kino gelockt.

Sony Pictures sicherte sich schon im Vorjahr die amerikanischen Rechte. Nun werden die Planungen konkret. Hollywood setzt auf erste Kräfte: James-Bond-Darsteller Daniel Craig soll nach einem Bericht des US-Branchenblatts „Hollywood Reporter“ in allen drei Teilen die Rolle des Journalisten Mikael Blomkvist übernehmen, den in der Originalversion Michael Nyqvist spielte. Den ersten Teil „Verblendung“ – der englische Titel lautet „The Girl with the Dragon Tattoo“ – will kein Geringerer als David Fincher („Fight Club“) inszenieren. Der weibliche Part der Lisbeth Salander ist demnach noch unbesetzt. Natalie Portman ist abgesprungen, heißt es, womöglich aus gutem Grund: Wer auch immer sich an diese Rolle wagt, muss sich an der sensationellen Noomi Rapace messen lassen.

Womit das Grundproblem benannt wäre: Brauchen wir noch eine „Millennium-Trilogie“, wenn schon die erste so gut war? Doch darum geht es Hollywood gar nicht; man muss ja nicht unbedingt besser sein als die anderen. Wichtiger ist, dass ein Film in englischer Sprache sich für einen viel größeren Markt produzieren lässt – und sich folglich damit auch viel mehr Geld verdienen lässt.

Zumindest will Fincher das skandinavische Grundgefühl der Story für amerikanische Zuschauer bewahren: Er dreht in Schweden.

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