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Kultur „American Hustle“ und „Ives Saint Laurent“ in Berlin
Mehr Welt Kultur „American Hustle“ und „Ives Saint Laurent“ in Berlin
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11:39 08.02.2014
Der britische Schauspieler Christian Bale auf einer Pressekonferenz am Freitag für den Film "American Hustle" in Berlin. Quelle: dpa
Berlin

Große Kontraste bei der Berlinale: Mit der satirischen Gaunerkomödie „American Hustle“ und der bewegenden Lebensgeschichte „Ives Saint Laurent“ haben am Freitagabend zwei sehr unterschiedliche Filme Deutschlandpremiere gefeiert – beide mit großem Applaus.

An „American Hustle“, dem mit zehn Nominierungen heißesten Oscar-Anwärter, fasziniert US-Regisseur David O. Russell das Spiel mit verschiedenen Identitäten. „Wir wollten etwas Weitergehendes sagen: Jeder in diesem Raum ist ein Schauspieler, jeder schafft sich seine eigenen Identitäten“, sagte der 55-Jährige.

Die Schauspieler Christian Bale („American Psycho“) und Bradley Cooper („Hangover“) brachten Hollywood-Glamour auf den roten Teppich. Vor dem Friedrichstadtpalast wurde gekreischt, Hunderte Handyfotos wurden geschossen. Die Gaunerkomödie basiert auf einem realen Politskandal um Korruption und Wirtschaftskriminalität.

Mit der Leinwandbiografie „Yves Saint Laurent“ startete im wiedereröffneten Zoo Palast die Reihe Panorama mit ihrem Überblick zum aktuellen Weltkino. Der erst 24 Jahre alte französische Shootingstar Pierre Niney spielt den 2008 gestorbenen Großmeister der Haute Couture, der trotz aller Affären und Drogenexzesse zeitlebens seinem Partner Pierre Bergé (Guillaume Gallienne) verbunden blieb.

Der heute 83-jährige „echte“ Bergé wurde in Berlin mit herzlichem Applaus empfangen. „Ich bin sehr, sehr gerührt. Und ich glaube, es ist richtig, nichts zu sagen“, meinte der alte Herr mit belegter Stimme. In Frankreich zählte der Film von Regisseur Jalil Lespert seit Anfang Januar schon mehr als 1,5 Millionen Besucher, in Deutschland kommt er Mitte April in die Kinos.

Mit Spannung wurde am Samstag bei der Berlinale George Clooneys Kunstschatz-Drama „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“ erwartet. Insgesamt sind bei dem elftägigen Festival mehr als 400 Filme zu sehen, 20 bewerben sich um eine der begehrten Bären-Trophäen.

dpa

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