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Kultur Steinzeithöhle Altamira wiedereröffnet
Mehr Welt Kultur Steinzeithöhle Altamira wiedereröffnet
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18:46 26.02.2014
Besucher in der Steinzeithöhle von Altamira in Santillana del Mar. Quelle: Esteban Cobo
Madrid

Erstmals nach zwölf Jahren wird die Altamira-Höhle im Norden Spaniens mit ihren berühmten steinzeitlichen Felsmalereien wieder einem kleinen Publikum zugänglich gemacht. An diesem Donnerstag startet ein zunächst bis August laufender Test: Einmal pro Woche werden fünf Erwachsene das in Santillana del Mar in Kantabrien gelegene Weltkulturerbe unter Leitung eines Führers besichtigen dürfen. Die Spannung sei vor der Wiedereröffnung enorm, aus allen Teilen der Welt habe es Anfragen gegeben, berichtete die Nachrichten-Agentur efe am Mittwoch unter Berufung auf das Altamira-Museum.

In der 1868 von einem Jäger per Zufall entdeckten Höhle befinden sich mehr als 260 Felszeichnungen, die aus der sogenannten Altsteinzeit stammen. Zu sehen sind vor allem viele Tierbilder, aber auch abstrakte Zeichen, die bisher nicht gedeutet werden konnten.

Die Besucher sollen per Auslosung unter den Museumsbesuchern des jeweiligen Tages ermittelt werden. Zum Schutz der zum Teil über 14 500 Jahre alten Felszeichnungen werden sie Overalls und Masken tragen müssen und sich nur genau 37 Minuten lang in der Höhle aufhalten dürfen. Mit dem Test wolle man ermitteln, welche Auswirkungen die menschliche Präsenz in der Höhle hat, hatte Kulturstaatssekretär José María Lasalle jüngst erklärt. Danach soll entschieden werden, ob und wie die Besuche fortgesetzt werden können.

Der Publikumsverkehr hatte die Malereien unter anderem wegen der Ausdünstungen des menschlichen Körpers in Mitleidenschaft gezogen. Zwischen 1977 und 1982 war die Höhle deshalb erstmals für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Nach weiterer Zerstörung trotz begrenzter Besucherzahl wurde sie 2002 erneut geschlossen. Viele Wissenschaftler haben vor einer Wiedereröffnung der Höhle gewarnt. 2001 wurde in Santillana 30 Kilometer westlich von Santander neben der Originalhöhle eine Nachbildung eingeweiht, die im vergangenen Jahr von 240 000 Menschen besucht wurde.

dpa

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