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Kultur Mr. Spock-Darsteller Nimoy ist tot
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00:15 02.03.2015

„Stein, Papier, Schere, Echse, Spock“: So lautet die Erweiterung eines bekannten Entscheidungsspiels in der Serie „Big Bang Theory“. Nicht nur den nerdigen Wissenschaftlern aus dem Fernsehen, sondern einer ganzen Trekkie-Gemeinschaft ist Mr. Spock eine Kultfigur galaktischen Ausmaßes. Der Mann, der Mr. Spock sein Gesicht seit dem Beginn der Serie 1966 geliehen hat, ist tot. Leonard Nimoy starb gestern im Alter von 83 Jahren an einer Lungenentzündung. Damit hat ein Schauspieler mit markanter Stimme die Erde verlassen, der mit einer hochgezogenen Augenbraue mehr ausdrücken konnte als andere mit dem ganzen Körper.

Spock ist die vielleicht wichtigste Figur des „Star Trek“-Universums. Der erste Offizier des Raumschiffs „Enterprise“ fungiert als wichtiger Gegenpart zu Captain Kirk. Der Halbvulkanier, der über die Fähigkeit der Gedankenverschmelzung verfügt, ist als zuerst auf Logik bedachtes Geschöpf eine Art idealer Mensch. Selbst in schlimmsten Situationen behält er einen kühlen Kopf und lässt sich allenfalls zu seinem Lieblingskommentar hinreißen: „Faszinierend!“ So fanden auch die Fans den Schauspieler, der die Rolle 2009 an Zachary Quinto abgab, aber 2013 als Gast in „Star Trek Into Darkness“ wieder auftauchte.

Als Expertentest unter Nerds gilt die Frage, welche Farbe das Blut von Mr. Spock hat. (Die Antwort lautet Grün, da seine Erythrozyten Kupferoxid statt Eisenoxid wie bei den Menschen beinhalten.) Lustvoll rätselten Trekkies über den unbekannten Vornamen des Außerirdischen. Die Punkband Die Ärzte behauptete in ihrem Lied „Der lustige Astronaut“, Mr. Spock höre auf „Karl-Heinz“. Als man den Mann mit den spitzen Ohren  in „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ sterben ließ, waren viele Anhänger so empört, dass sie Tausende von Briefen an Paramount schrieben, um ihren Publikumsliebling wiederauferstehen zu lassen. Ähnlich erschüttert zeigten sich gestern die ersten Trauernden bei Twitter. „Reise ins große Unbekannte, Spock“, schreibt ein Nutzer. Viele Fans haben Fotos hochgeladen, die sie mit dem traditionellen Vulkaniergruß zeigen, bei dem Mittel- und Ringfinger auseinandergespreizt werden. Nimoys eigener letzter Tweet lautete: „Das Leben ist wie ein Garten. Perfekte Momente kann man haben, aber nicht bewahren. Nur im Gedächtnis.“

In Erinnerung behalten wird die Welt den Sohn jüdisch-orthodoxer Einwanderer aus der Ukraine, der auch in Serien wie „Colombo“ zu sehen war. Lange Zeit tat Nimoy sich schwer damit, so auf eine einzige Rolle festgelegt zu sein. Seine erste Autobiografie nannte er sogar provozierend: „Ich bin nicht Spock.“ 20 Jahre später schrieb er die Fortsetzung unter dem Titel „Ich bin Spock“.
Im Universum wird der Vulkanier für immer seine Kreise ziehen. Denn nach ihm wurde im Jahr 1971 ein Asteroid benannt. In der Fiktion durfte Mr. Spock 1984 wiederauferstehen.

Von Nina May

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