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Kultur Undercover auf dem College
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23:42 30.07.2014
Channing Tatum (links) und Jonah Hill zum Zweiten: Diesmal ermitteln sie undercover auf dem College. Quelle: Sony Pictures
Berlin

Hollywood hält große Stücke auf ungleiche Männerfreundschaften. Ob „Hangover“ oder „Superbad“, stets irren andersartige Charaktere im zotigen Streit durch ein Chaos an Ereignissen. „22 Jump Street“ setzt die Tradition der Buddyfilme fort. Ein unsportlicher Dicker und ein durchtrainierter Athlet sind als Copduo unterwegs. Getarnt als Studenten, sollen sie einen Drogenhändlerring an einer Uni auffliegen lassen. Was in den Achtzigern als Fernsehserie „21 Jump Street“ erfolgreich war und unter demselben Titel 2012 erstmals fürs Kino adaptiert wurde, heißt jetzt „22 Jump Street“, weil die Polizeistation ins Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite weitergezogen ist.

Die Fans strömten bereits in Massen in die Kinosäle. Während der erste Teil noch 200 Millionen Dollar (etwa 150 Millionen Euro) in die Kassen brachte, sind es laut Branchendienst „boxofficemojo.com“ bei Teil zwei bereits mindestens 270 Millionen Dollar (etwa 200 Millionen Euro). Die 300-Millionen-Dollar-Marke könnte noch geknackt werden, schließlich stehen Zahlen aus Deutschland, Frankreich und weiteren Märkten noch aus.

Der kommerzielle Erfolg des Films steht im krassen Widerspruch zum Grad der Kreativität, welchen die Macher mit diesem Streifen vorlegen. Es scheint fast so, als hätten sie die Reste an Popcornideen von Part eins eingesammelt und nun in neuer Verpackung wieder angeboten. Als wüssten sie, dass die Fans ohnehin nach dem cineastischen Naschwerk greifen – egal, was drin ist.

Mit Phil Lord und Christopher Miller sind dieselben Regisseure am Ruder wie im ersten Teil – bisher waren die beiden vor allem als Produzenten tätig, etwa bei der Serie „How I Met Your Mother“.

Die beiden Regisseure setzen auf gewohnte Muster: Erneut führen sie eine Reihe von Stereotypen wie partyverrückte Collegestudenten und Computernerds satirisch vor, erneut lassen sie ihre Figuren anzüglich posieren und derb umgangssprachliche Witze machen. Jonah Hill („The Wolf of Wall Street“) und Channing Tatum („White House Down“) sind in den Hauptrollen zu sehen.

Im Abspann zeigen die Filmemacher augenzwinkernd auf, dass sich ihre „Jump Street“-Ambitionen noch längst nicht erschöpft haben. In kurzen Sequenzen werden weitere mögliche Kinoplots gezeigt, in denen die Undercovercops in Schulungszentren für Köche, Künstler, Piloten, Tänzer und Astronauten ermitteln. Gut möglich, dass die vom hohen Umsatz an der Kinokasse angespornten Hollywoodproduzenten solche ironischen Ankündigungen zumindest ansatzweise wahrmachen.

Kinostart: 31. Juli

dpa

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