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21:20 15.02.2015
Till Brönner mit der NDR Bigband. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Er ist extrem lässig, sehr konzentriert und so etwas von cool. Sein Gang auf die Bühne des NDR-Sendesaals hat etwas vom Schaulaufen der Stars auf dem roten Teppich der Berlinale. Ganz klar: Stil hat er, der Sonnyboy des deutschen Jazz: Äußerlich wie musikalisch. Als Brönner schließlich mit lässiger Geste sein Fügelhorn ansetzt, ist die Magie nach zwei, drei gespielten Noten sofort da. Dies ist das Adelsprädikat eines jeden Jazzmusikers: Anhand seines Tones sofort erkannt zu werden.

Es ist der zweite Teil der Till Brönner Festspiele in Hannover. Im Dezember erst war Deutschlands gutes Jazz-Gewissen zuletzt hier, im Theater am Aegi mit seinem angestammten Quintett. Doch wenn die NDR Bigband ruft, dann ist auch ein Brönner schnell bereit, einen Termin freizuschaufeln. Zumal dieser Klangkörper viel besser zu dem Sound passt, der Brönner vorschwebt.

Der elaborierte Wohlklang des in den Siebzigerjahren erfolgreichen CTI-Labels dient Brönner dabei als Blaupause. Ein Sound, der Swing-Synkopen durch funky Backbeats ersetzte und mit aufpolierten Bläser-Arrangements den elektrischen Soundtrack einer optimistisch gestimmten Epoche lieferte. Diesen Sound erweckt Brönner mit der NDR Bigband, verstärkt um die Brönner-Getreuen und Groove-Garanten Bruno Müller (Gitarre), Wolfgang Haffner (Schlagzeug) und Jasper Soffen (Keyboards), im Stil seines großen Vorbilds Freddie Hubbard mit Schärfe und Verstand zu neuem Leben.

Im Zusammenspiel mit der Bigband und Solisten wie Klaus Heidenreich an der Posaune oder Fiete Felsch am Saxofon entwickelt Brönner einen Sog, der sich von Moment zu Moment verdichtet und steigert. Ob heiß, ob cool: Der Brönner, der geht seinen Weg.

Von Bernd Schwope

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