Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Kultur Heinrich-Mann-Preis 2011 für Marie-Luise Scherer
Mehr Welt Kultur Heinrich-Mann-Preis 2011 für Marie-Luise Scherer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:34 03.04.2011

Die Schriftstellerin und Journalistin Marie-Luise Scherer ist neue Trägerin des Heinrich-Mann-Preises. Die Akademie der Künste in Berlin sprach der Autorin die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung vor allem für ihre Reportagen zu, die sie von 1974 bis 1998 für den „Spiegel“ schrieb. Scherer, 1938 in Saarbrücken geboren, lebt im niedersächsischen Damnatz an der Elbe. Mit ihren abgründigen, filigran komponierten und sprachlich meisterhaften Stücken habe sie eine eigene Kunstform geschaffen, bei der es sich um große Literatur handele, befand die Jury.

„Mit dem Heinrich-Mann-Preis wird eine Autorin geehrt, an deren kalt schimmernden, gehärteten Prosastücken der Zahn der Zeit sich vergeblich abmüht.“ Scherers literarische Reportagen für den „Spiegel“ gelten als legendär. 1988 veröffentlichte sie erstmals eine Auswahl ihrer Texte als Buch unter dem Titel „Ungeheurer Alltag“. 2004 erschien ihr Erzählband „Der Akkordeonspieler“.

Der nach dem Schriftsteller Heinrich Mann benannte Preis für Essayistik wird jedes Jahr von einer unabhängigen, dreiköpfigen Jury vergeben. Frühere Preisträger waren Heinz Schlaffer, Hanns Zischler und Michael Maar. Zischler wollte bei der Preisvergabe am Sonntagabend aus Texten Heinrich Manns lesen.

dpa

Mit dem „Forum für Zeitgeschehen“ wurde eine neue Veranstaltungsreihe in der Schlossküche Herrenhausen eingerichtet. Hier sollen historische Ereignisse diskutiert und neu bewertet werden. In der ersten Ausgabe „Strahlendes Erbe – 25 Jahre nach Tschernobyl“ wurde auch über die aktuelle Situation in Fukushima gesprochen.

30.03.2011

Ergreifende Dokumente: Die Abschiedsbriefe der Widerstandskämpferin Freya von Moltke sind als Buch erschienen. Trotz ihrer Verhaftung konnte sie ihrem Ehemann schreiben - ein Geistlicher schmuggelte die Schriftstücke aus dem Gefängnis, um der Zensur der Nazis zu entgehen.

Kristian Teetz 29.03.2011

Zerstörtes Studio in Schanghai: Der Künstler Ai Weiwei will sich Chinas Repressionen nicht beugen, sucht aber trotzdem nach Ausweichmöglichkeiten - und zwar in Berlin. Dort baut er nun ein Atelier auf, wie Ai der HAZ gegenüber erklärte.

29.03.2011