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16:56 09.02.2014
Mit Hollywoodstars wie George Clooney und zwei deutschen Wettbewerbsbeiträgen hat die Berlinale am Wochenende gleich mehrere Höhepunkte erlebt. Quelle: dpa
Berlin

Mit Hollywoodstars wie George Clooney und zwei deutschen Wettbewerbsbeiträgen hat die Berlinale am Wochenende gleich mehrere Höhepunkte erlebt. Dominik Graf schickte «Die geliebten Schwestern», eine Dreiecksgeschichte um den Dichter Friedrich Schiller, ins Rennen um den Goldenen Bären, während Dietrich Brüggemann in „Kreuzweg“ von religiösen Fanatikern in Deutschland erzählt.

George Clooney stellte „The Monuments Men" vor, bei dem der 52-Jährige nicht nur Regie führte, sondern neben Matt Damon, Cate Blanchett, Jean Dujardin und John Goodman auch eine der Hauptrollen übernahm und die Fans am roten Teppich verzückte.

Dominik Grafs überraschte mit einer ungewöhnlichen Perspektive auf den Dichter Schiller und dessen Liebesleben. „Die geliebten Schwestern" richtet den Fokus dabei auf Schiller (Florian Stetter) und die Schwestern Caroline und Charlotte (Hannah Herzsprung und Henriette Confurius), zwischen denen sich eine komplizierte Dreiecksbeziehung entwickelt.

„Die Hauptrolle im Film spielen die Worte", sagte Graf in Berlin. „Es geht darum, wie über Gefühle gesprochen und geschrieben wird." Herausgekommen ist ein Kostümdrama, das mit seinen schwelgerischen Bildern durchaus reizte, mit über knapp drei Stunden allerdings auch einige Längen hatte.

Einen ganz anderen Ansatz wählte Dietrich Brüggemann für „Kreuzweg": Die 14-jährige Maria wächst in einer streng katholischen Familie auf und entschließt sich dann zu einem radikalen Schritt. In 14 meist statischen Einstellungen orientiert sich Brüggemann dabei an den Stationen von Jesus' Kreuzweg und kreiert so ein intensives Werk um emotionalen Missbrauch in Familien, die schwierige Phase des Heranwachsens und fanatische Lebenswege mitten in der modernen deutschen Gesellschaft.

„Der Film enthält eine Essenz von dem, was in sehr vielen Familien passiert - egal, ob religiös oder nicht", sagte Brüggemann in einem Interview. „Damit meine ich Machtausübung und das Brechen eines heranwachsenden Individuums. (...) Über subtile Gewalt in der Familie spricht man aber nicht."

Für den Glamour sorgten zahlreiche Hollywoodstars. George Clooneys Werk um eine Gruppe Alliierter, die während des Zweiten Weltkriegs von Nazis entwendete Kunst zurückerobern will, hat zwar keine Chancen auf einen Preis, weil es außer Konkurrenz läuft - die kreischenden Fans vorm Berlinale-Palast störte das am Samstag aber wenig.

Sie hatten Glück: Clooney brachte unter anderem seine Hauptdarsteller Matt Damon, Bill Murray und Jean Dujardin mit. Ähnlich dicht gedrängt war es am roten Teppich für das Special-Screening des für zehn Oscar nominierten Films „American Hustle“, für den die Schauspieler Bradley Cooper und Christian Bale angereist waren.

Bei den 64. Internationalen Filmfestspielen Berlin laufen 400 Filme aus aller Welt. 20 davon konkurrieren im Wettbewerb, aus Deutschland sind vier Filme dabei. Am Dienstag zeigt Feo Aladag «Zwischen Welten». Die Bären-Trophäen werden am Samstag vergeben.

dpa

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