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Kultur Ausstellung in Berlin ohne Ai Weiwei
Mehr Welt Kultur Ausstellung in Berlin ohne Ai Weiwei
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20:41 28.04.2011
Der Regimekritiker Ai Weiwei wurde in China verhaftet. Quelle: dpa

Auf der Gästeliste fehlt der prominenteste Name: Das Gallery Weekend in Berlin wird am Freitag aller Voraussicht nach ohne den chinesischen Künstler Ai Weiwei eröffnet. Von dem bekannten Regimekritiker fehlt seit seiner Verhaftung auf dem Pekinger Flughafen Anfang April jede Spur. Zu einer Ausstellung seiner neuen Kunstwerke in der Galerie Neugerriemschneider werden zahlreiche Besucher erwartet.

Am Donnerstagabend gab es in der italienischen Botschaft einen Empfang für geladene Gäste. Das Gallery Weekend wurde vor sieben Jahren als private Initiative von Galerien gegründet und lockt mittlerweile Sammler, Händler und Kunstinteressierte aus aller Welt an.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte im Vorfeld, die Ausstellungseröffnung am Freitag zu einem Protest gegen das chinesische Vorgehen zu nutzen. „Die Verhaftung Ai Weiweis und anderer Dissidenten muss immer wieder öffentlich verurteilt werden, um die chinesische Regierung unter Druck zu setzen“, so Wenzel Michalski, Direktor des Deutschland-Büros von Human Rights Watch.

Nach Angaben seiner Organisation haben chinesische Behörden seit Februar 2011 mindestens 39 Rechtsanwälte, Aktivisten und Blogger verhaftet; 18 weitere seien verschwunden. Zwischen 100 und 200 andere Personen wurden Opfer von repressiven Maßnahmen wie Polizeiverhören und Hausarrest.

Das dreitägige Berliner Gallery Weekend findet dieses Jahr zum siebten Mal statt. 44 Galerien beteiligen sich offiziell. Neben den neuen Arbeiten von Ai Weiwei sind unter anderem Werke von Gilbert & George, John Bock, Jean Tinguely, Lyonel Feininger und Corinne Wasmuht zu sehen.

dpa

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