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Welt „Konrad Adenauer“: Das ist der Kanzlerinnen-Airbus
Mehr Welt „Konrad Adenauer“: Das ist der Kanzlerinnen-Airbus
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10:38 30.11.2018
Die „Konrad Adenauer“ musste wegen eines technischen Defekts umdrehen. Quelle: Imago
Hannover

Ein schwerwiegender technischer Defekt hat dafür gesorgt, dass der Flug von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum G20-Gipfel unterbrochen werden musste. Die Maschine landete am Freitagabend ungeplant in Köln.

Merkel war mit der „Konrad Adenauer“ unterwegs, ein Airbus vom Typ A340-300. An Bord sei eine „elektronische Verteilerbox“ ausgefallen, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Kommandos Luftwaffe. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) dementierte er, dass der Defekt einen kriminellen Hintergrund haben könnte.

Das Flugzeug ist laut „Planespotters.net“ 19,6 Jahre alt. Seit 2011 steht es im Dienst der deutschen Regierung. Benannt ist der Airbus „Konrad Adenauer“ nach dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Das Langestreckenflugzeug war früher im Linien-Betrieb der Lufthansa unterwegs und wurde dann fast zwei Jahre lang grundüberholt und zum Regierungsflugzeug umgebaut. 2013 wurde es mit einem Selbstschutzsystem ausgerüstet, das Raketengeschosse abwehren kann.

Das Flugzeug hat eine Reichweite von 13.500 Kilometern. Es ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Es gibt beispielsweise ein Schlafgemach für die Kanzlerin, einen Delegations- und Konferenzraum. Insgesamt haben 143 Passagiere Platz. Die Einrichtung soll – im Vergleich zu anderen Regierungs-Maschinen – eher schlicht sein.

Flugzeuge bereiten immer wieder Probleme

Flugzeuge der Bundesregierung bereiten immer wieder Probleme. Erst Mitte Oktober gab es eine Panne mit der „Konrad Adenauer“. Nagetiere hatten die Maschine in Indonesien lahmgelegt und Scholz zur Rückreise per Linienflug von der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gezwungen. Mäuse oder Ratten waren in den geparkten Airbus gelangt und hatten wichtige Kabel angeknabbert.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war Mitte November in Südafrika mit der „Konrad Adenauer“ unterwegs. Dabei kam es zu einer stundenlangen Verspätung, weil eines der Triebwerke nur mit Hilfe eines externen Geräts gestartet werden konnte.

Von RND/asu/dpa

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