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Welt Rund 20 niedersächsische Gefährder aus IS-Gebiet zurück
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11:50 22.05.2018
Quelle: Symbolbild
Hannover

Rund 20 niedersächsische Gefährder sind bislang aus den Kampfgebieten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Insgesamt halten sich von den derzeit 64 in Niedersachsen beheimateten islamistischen Gefährdern 40 auch tatsächlich hier auf, teilte das Innenministerium in Hannover auf eine FDP-Anfrage hin mit. Etwa ein Viertel davon sitzt in einem Gefängnis in Niedersachsen eine Haftstrafe ab. Zur Gesamtzahl der Gefährder werden weiterhin auch ausgereiste und mutmaßlich bei Kämpfen getötete Extremisten gezählt. Deren Zahl liegt im niedrigen zweistelligen Bereich.

Um die oft kampferfahrenen IS-Rückkehrer, die zur tickenden Zeitbombe werden können, kümmert sich unter Leitung des Verfassungsschutzes die Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen. Einerseits will man Rückkehrer für das Aussteigerprogramm für Islamisten gewinnen, in Einzelfallkonferenzen können Behörden sich andererseits auch über Problemfälle austauschen. Mehrere Ministerien, das Landeskriminalamt, der Verfassungsschutz und der Landespräventionsrat haben sich inzwischen zusammengetan, um Handlungsempfehlungen zum Umgang mit IS-Rückkehrern zu erarbeiten.

Von den Gefährdern, die nicht im Gefängnis sitzen, hat rund die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft. Einige davon haben neben dem deutschen auch einen ausländischen Pass - aus dem Libanon, Syrien, der Türkei und Tunesien. Die nichtdeutschen Gefährder haben Ausweispapiere aus Algerien, Georgien, dem Kamerun, Syrien, der Türkei und Tunesien.

Von dpa

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