Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt AfD-Kandidatin als Bundestagsvize durchgefallen
Mehr Welt AfD-Kandidatin als Bundestagsvize durchgefallen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:29 29.11.2018
Die AfD-Kandidatin für die Bundestagsvizepräsidentschaft, Mariana Iris Harder-Kühnel: 223 Ja-Stimmen. Quelle: dpa
Berlin

Die AfD bekommt weiter keinen Vertreter im Präsidium des Bundestags. Mit einer Mehrheit von 387 Stimmen ließ das Parlament am Donnerstag die Abgeordnete Mariana Iris Harder-Kühnel durchfallen. Sie hatte sich zur Wahl als Bundestagsvizepräsidentin gestellt. Die 44-jährige ist eine der Schriftführerinnen im Bundestag.

Harder-Kühnel erhielt 223 Ja-Stimmen. Die AfD-Fraktion hat 92 Vertreter. 44 Abgeordnete enthielten sich. Für das Bundestagspräsidium wird in geheimer Wahl abgestimmt.

Nach ihrer Niederlage steht Harder-Kühnel aber für weitere Wahlgänge zur Verfügung. „Es hat jetzt im ersten Wahlgang nicht ganz gereicht, aber wir haben ja noch mindestens zwei Wahlgänge vor uns“, sagte Mariana Harder-Kühnel am Donnerstag. „Ich denke, dass ich letztendlich auch gewählt werde.“

Vierter Anlauf der AfD

Ein zweiter Wahlgang solle im Dezember sein, einen dritten dürfte es gegebenenfalls im Januar geben, kündigte AfD-Chef Alexander Gauland an. „Gegen meine Person wurden im Vorfeld der Wahl keinerlei Bedenken geltend gemacht“, sagte Harder-Kühnel. Es gehe viel mehr darum, dass man überhaupt niemanden aus der AfD wählen wolle. Sie bot den anderen Parteien direkte Gespräche an, um Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Die Kandidatur der Juristin war der inzwischen vierte Anlauf der AfD für das Präsidium des Bundestags. Der Abgeordnete Albrecht Glaser war dreimal für das Amt des Vizepräsidenten angetreten, hatte jeweils aber nicht die erforderliche Mehrheit erhalten.

Dem Präsidium des Bundestags gehören sechs Mitglieder an. Bundestagspräsident ist Wolfgang Schäuble (CDU). Seine Stellvertreter sind Hans-Peter Friedrich (CSU), Thomas Oppermann (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP), Petra Pau (Linke) und Claudia Roth (Grüne).

Von RND/dpa/epd

Forscher der Universität in Jerusalem haben nach 50 Jahren eine Inschrift auf einem einfachen Bronzering entschlüsselt. Demnach könnte der Ring Pontius Pilatus gehört haben – dem Mann, der laut Bibel Jesus zum Tode verurteilt hat.

29.11.2018

Aktuell häufen sich Berichte von Passagieren, die sich auf Aida-Kreuzfahrtschiffen mit Magen-Darm-Viren infiziert haben. Ob man in solchen Fällen Schadenersatz verlangen kann, klärt ein Gerichtsurteil.

29.11.2018

Der Kreis wollte eine Gedenkstätte für die „Reichserntedankfeste“ der Nazis, die Anwohner wollten keine – jetzt werden Besucher aus dem Ort Emmerthal rausgehalten.

02.12.2018