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Welt Imre Grimm beim Sportfest
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15:36 23.06.2018
Neulich durfte ich beim Sportfest meines Sohnes mit anpacken. Es wurden Helfer für die Disziplin Schlagball gesucht. Quelle: Volkmar Heinz
Hannover

Was Sport angeht, habe ich das Herz eines Kämpfers und den Körper eines Zuschauers. Nicht, dass ich kein Ballgefühl hätte. Möglicherweise ist es von Vorteil, wenn man selber aussieht wie ein Ball. Das war ja bei Maradona und Ailton damals auch nicht anders. Allein: Es mangelt mir an Schnellkraft und Aufwallung.

Neulich durfte ich beim Sportfest meines Sohnes mit anpacken. Es wurden Helfer für die Disziplin Schlagball gesucht. Einer musste den Ball wieder aufsammeln (mit Bücken), einer musste die Weiten ablesen (mit Laufen), einer musste die Weiten aufschreiben. Im Sitzen. An einem Tisch.

Ich will nicht behaupten, dass mir das Schicksal oder ein gütiger Gott den Schreibdienst zuteilten, aber als ich zum Helfen erschien, sah man mich kurz an und drückte mir einen Kuli in die Hand. Was die anwesenden Sanitäter gewiss entlastete.

Im Mannschaftssport ist es wie auf einem Schiff

Alle Welt (außer Cristiano Ronaldo) behauptet ja von sich, früher im Sportunterricht immer als Letzter genommen worden zu sein. Das ist rein rechnerisch gar nicht möglich.

Wenn alle immer zuletzt genommen worden wären, hätte es keine Ersten gegeben, und kein Letzter hätte jemals Erster und kein Erster jemals Letzter sein können.

Ich war immer im Leistungsmittelfeld. Vor mir die Cracks, hinter mir die Luschen. So kann man ganz gut durchs Leben kommen. Im Mannschaftssport ist es ja wie auf einem Schiff: Der Kapitän ist schon auch wichtig, aber die Nieten halten alles zusammen.

Eine Wurfweite von bis zu acht Zentimetern

Das Schulfest war schön. Ich fühlte mich den Kindern verbunden, die nach intensivem Armkurbeln eine Wurfweite von bis zu acht Zentimetern erreichten, weil sie den Ball nicht loslassen wollten.

Ich rundete großzügig auf einen Meter auf und wettete mit mir selbst, dass es in ihren Turnbeuteln aussieht wie damals in meinem: Socken (alt), Käsebrot (noch älter), ein totes Kriechtier unbekannter Herkunft, ein aufgetautes Kirsch-Wassereis (undicht), eine blaue Turnhose (zu klein) plus eine Installation aus einem Haribo-Salino und einer sauren Gurke, die allmählich zu einer in der Wissenschaft bisher unbekannten neuen Substanz verschmelzen, mit der man eines Tages Krebs wird heilen können.

So leistet jeder seinen Beitrag für die Menschheit. Schönes Wochenende!

Von Imre Grimm

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