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Welt Hinrichtung von Mörder in letzter Minute gestoppt
Mehr Welt Hinrichtung von Mörder in letzter Minute gestoppt
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08:09 11.10.2018
Blick in den Exekutionsraum des Gefängnisses in Tennessee. Quelle: AP Photo/Mark Humphrey
Nashville

Praktisch in letzter Minute hat die US-Justiz die geplante Exekution eines verurteilten Mörders in Tennessee ausgesetzt. Richter eines US-Bundesberufungsgerichts entschieden, die für Donnerstag vorgesehene Hinrichtung auf Eis zu legen. Sie wollten zunächst das Argument der Verteidigung abwägen, nach dem der Verurteilte Edmund Zagorski während seines Geschworenenprozesses 1984 keine angemessene Rechtsvertretung hatte.

Zagorskis Anwälte hatten ursprünglich andere Argumente angebracht, um die Vollstreckung der Todesstrafe hinauszuzögern oder zu verhindern. Sie argumentierten, die von Tennessee verwendete tödliche Injektion sei verfassungswidrig. Anfang der Woche beantragte Zagorski zudem, per elektrischem Stuhl statt per Giftspritze hingerichtet zu werden. Der US-Staat lehnte dies aber ab, weil er den Antrag nicht rechtzeitig gestellt habe.

Zagorski war zum Tode verurteilt worden, weil er 1983 zwei Männer während eines Drogengeschäfts getötet haben soll. In seiner nunmehr 34-jährigen Haft- und Wartezeit fiel Zagorski durch gutes und höfliches Benehmen auf. Aus seinem vergeblich gestellten Gnadengesuch an den Gouverneur von Tennessee geht hervor, im Gefängnis habe er sein Leben geändert. Auch einige der Geschworenen von damals haben ihre Meinung über das Urteil geändert.

Von RND/AP