Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Hilfsorganisationen schicken neues Schiff aufs Mittelmeer
Mehr Welt Hilfsorganisationen schicken neues Schiff aufs Mittelmeer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:37 05.10.2018
Die Mare Jonio noch vor ihre Abfahrt an der Küste Italiens. Hilfsorganisationen haben das Beobachtungsschiff gegen den Willen der italienischen Regierung aufs Mittelmeermission geschickt. Quelle: Mediterranea/Sea Watch/dpa
Berlin

Hilfsorganisationen haben gegen den Willen der italienischen Regierung ein neues Schiff aufs Mittelmeer geschickt. Das Beobachtungsschiff des Projekts Mediterranea soll vor allem die „dramatische Lage“ der Migranten auf der Flucht aufdecken, hieß es in einer Mitteilung der Organisatoren am Donnerstag. Die Mare Jonio sei von Italien aus gestartet und werde vor Libyen im Einsatz sein, sagte Ruben Neugebauer, Sprecher der deutschen Nichtregierungsorganisation (NGO) Sea Watch, die das Projekt unterstützt.

„Es geht letztlich darum, Menschen zu retten.“

Das Schiff Mare Jonio soll unter anderem Zeugenberichte sammeln und aufzeigen „wie Frauen, Männer und Kinder enormen Gefahren ausgesetzt sind“, weil es keine Rettungsschiffe mehr gebe, hieß es in einer Mitteilung der Organisatoren. Das Schiff sei aber auch ausgerüstet, um im Notfall Menschen aus Seenot zu retten, ergänzte Neugebauer. „Es geht letztlich darum, Menschen zu retten.“

Beteiligt an der Aktion sind mehrere italienische Organisationen, unterstützt wird es auch von Parlamentariern und der spanischen NGO Proactiva Open Arms. Die Crew an Bord stamme aus Italien, sagte Neugebauer. Das Schiff soll am Samstag in der Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste ankommen.

Hilfsorganisationen setzen Zeichen gegen Abschottungskurs

Die Regierung in Rom lässt derzeit keine privaten Rettungsschiffe mit Migranten in die Häfen des Landes einlaufen. In den vergangenen Monaten wurde so bereits die Hilfe etlicher NGO-Boote über Tage blockiert. Im Moment ist nur noch ein Schiff von Proactiva vor Libyen unterwegs. „Es ist Zeit für ein italienisches Schiff“, hieß es auf dem Twitter-Profil von Mediterranea.

Inzwischen kommen weit weniger Migranten in Italien an. Doch deren Überfahrt wird immer gefährlicher. In diesem Jahr starben auf der Flucht Richtung Europa bereits mehr als 1700 Menschen im Mittelmeer. Allein 1260 davon auf der zentralen Route zwischen Libyen und Italien. Die Dunkelziffer liege nach Angaben von NGOs aber weit höher, weil niemand mehr vor Ort sei, um zu sehen, wie viele Menschen tatsächlich untergehen.

Rettungsschiff Aquarius weiter auf Suche nach neuer Flagge

Unterdessen kam am Donnerstag das Rettungsschiff Aquarius im südfranzösischen Marseille an und sucht weiter nach einem neuen Flaggenstaat. „Wir rufen die europäischen Regierungen auf, es uns zu ermöglichen, unsere lebensrettende Arbeit fortzusetzen, indem sie der Aquarius eine Flagge geben“, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. „Wir sind entschlossen, so schnell wie möglich zurück in den internationalen Gewässern des zentralen Mittelmeers zu sein.“

Panama, das bislang die Flagge für die Aquarius stellte, hatte angekündigt, das Schiff aus seinem Schifffahrtsregister zu streichen. Das Schiff, das seit der Registrierung in Panama offiziell Aquarius 2 heißt, wäre damit bis auf Weiteres stillgelegt.

Von RND/nie/dpa

Ob als Suppe, Kuchen oder deftige Variante aus dem Ofen – die Möglichkeiten, Kürbis lecker zuzubereiten sind zahlreich und laden zum Experimentieren ein.

05.10.2018

Abo-Fallen, Virenalarm, Urheberrechtsverletzungen und Pornografie: Wie schütze ich meine Kinder vor solchen Gefahren? Es ist ein gefährliches Spiel die eigenen Kinder allein im Internet surfen zu lassen. Der Weg zu ungeeigneten Inhalten im Internet ist immerhin kurz. Mit diesen Tipps sind Eltern gut beraten.

05.10.2018

Die Schreckensnachrichten aus Indonesien reißen nach dem verheerenden Erdbeben nicht ab. In der Stadt Palu soll ein riesiges Erdloch 1000 Häuser verschluckt haben – und mit ihnen unzählige Bewohner.

05.10.2018