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Welt Helene Fischer begeistert mit Tourauftakt in Leipzig
Mehr Welt Helene Fischer begeistert mit Tourauftakt in Leipzig
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09:58 24.06.2018
Helene Fischer begeisterte am Sonnabend 40.000 Fans in Leipzig. Quelle: dpa
Leipzig

Mit einer grandiosen, schlichtweg überwältigenden Show begann am Sonnabendabend die Königin des atemlosen Herzbebens in der Leipziger RedBull-Arena ihre sommerliche Stadiontour. Titel: „Spürst Du das“? Bis zu dieser Mitsing-Frage aus „Achterbahn“ dauerte es 140 Minuten und 24 Songs. Dann ging Helene Fischer nach einem hinreißendem Auftritt, der schlichtweg überwältigte, ab.

Mit einer grandiosen, schlichtweg überwältigenden Show begann Helene Fischer in der Leipziger RedBull-Arena ihre sommerliche Stadiontour.

Schließlich hatte sie nicht nur gesungen und an der Spitze einer Truppe aus 16 Tänzern immer wieder wild mitgetanzt, sondern war zweimal singend auf einem Pick-up, umweht von Helene-Fischer-Fahnen, rund um den Stadioninnenraum gefahren, hatte die zweite Bühne im Innenraum für ein paar Lieder geentert und immer wieder die deutsche Cher gemacht, also sich einige Male hurtig umgezogen. Kam mal in GlitzerBoustier und engen Jeans-Pants im Morgenland-Chic, mal im silbrigen Glitzerkleid, mal in Pailletten, mal im engen Trikot zum lasziven Cabaret-Tanz, mit dem sie sich vor Matthias Reim verbeugte. Ihr „Verdammt, ich lieb dich“ klang verdammt verliebt in einen Song, den sie besser als der Songmacher auf die Bühne brachte.

Auf die Bühne brachte Helene Fischer allerdings noch eine ganze Menge mehr. Da waberte der Nebel, da flackerte Feuer, da knallten Konfetti-Kanonen und fauchten Flammen, schossen Leuchtkugeln aus dem Bühenbode und hüpften Ballons, zeichnete Laserlicht Figuren auf die Ränge und berauschten die Bilder auf der großen Rückwand, in der ein Riesentor, Marke Ischtar, den exzellenten Musikern Unterschlupf gewährte.

Brasilianischer Überschwang mit „Viva La vida“

Da hatten sie Glück. Gelegentlich nieselte Regen vom Himmel, der womöglich Schuld daran war, dass zweimal die Bildschirmwand kurzzeitig ausfiel. Der Stimmung der 40.000, die Helene Fischer feierten, tat das allerdings keinen Abbruch. Mit „Flieger“ ging es los in die Mischung aus Losgehern und Besinnlichem (deutlich in der Minderzahl), Stimmungmachern und Herzdrückern. „Phänomen“, „Fehlerfrei“, „Paradies“, „Hundert Prozent“ ... Die ersten Takte erklangen - und sofort wurde mitgesungen und mitgetanzt. Brasilianischer Überschwang wehte mit „Viva La vida“ durchs Stadion, „What is Love“ wurde zur Fiesta. Ruhepause Null Prozent. „Überdosis Glück“ - und pure Fröhlichkeit. „Und morgen früh küss ich dich wach“, der Regen fiel dicker - und trotzdem fielen alle mit ein. Einer der Höhepunkte war sicher „Freiheit“, im Duett mit Ben Zucker, der 30 Minuten als Vorband gespielt hatte.

Beseelt wurde gesungen, während die Handys im Stadionrund strahlen und Leuchtstäbe wippen. Helene Fischer beherrscht die Bühne. Sie ist die Queen der Show, blond, schlank, stimmlich immer auf der Höhe, tänzerisch ein Hingucker. Aber man hat sie auch mit raffinierten Choreografien beschenkt, mit Ab- und Aufgängen, die immer wieder überraschten. Beim dem letzten Musikblock saß sie auf einem Glitzerherz, das sich drehte und schaukelte. Bis dahin war sie immer mal wieder im Bühnenboden verschwunden und daraus wieder aufgetaucht, wurden von fahrbaren Gestellen in die Höhe gehoben oder von Tänzern getragen. Nur den Flug durch den Himmel über der Arena, bei der letzten Sommershow die große Verblüffung, blieb ungeflogen.

Im Finale muss es krachen

Aber die Hits kamen im Vier-Minuten-Takt. „Unser Tag“, „Wir brechen das Schweigen“, „Sowieso“, „Die Hölle morgen früh“, „Mit keinem Andern“. Eine kluge Dramaturgie ließ „Atemlos“ schon nach 90 Minuten erklingen. Da kannten die Fans im Stadion dann kein Halten mehr. Ein Vorglüher auf das Finale, das ganz beseelt begann. Helene Fischer ganz allein auf der Treppe und „Nur mit dir“. Sehr innig, sehr gefühlig, mit klarer Stimme. Aber im Finale muss es ja immer krachen. So kam dann eben „Achterbahn“. Das Echo dieses Wortes hallte noch lange durch die Leipziger Nacht. Tausende hatten es schließlich in den Himmel geschickt.

Von RND/Norbert Wehrstedt

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