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Klage von Pharmakonzern stoppt Hinrichtung in Nevada

Gerichtsentscheid Klage von Pharmakonzern stoppt Hinrichtung in Nevada

Eine Richterin im US-Staat Nevada hat die Verwendung eines Medikaments bei der Hinrichtung eines zwei Mal verurteilten Mörders kurz vor der geplanten Exekution gestoppt.

Die Richterin Elizabeth Gonzalez bei der Verkündung ihrer Entscheidung, die Hinrichtung zu stoppen.

Quelle: AP

Las Vegas. Elizabeth Gonzalez ordnete am Mittwochmorgen (Ortszeit) die Verzögerung in Reaktion auf eine Klage des Pharmaherstellers Alvogen an. Das in New Jersey ansässige Unternehmen hatte mitgeteilt, es wolle nicht, dass sein Beruhigungsmittel Midazolam bei „verpfuschten“ Hinrichtungen angewendet werde.

Noch nie zuvor hat ein Pharmaunternehmen erfolgreich Klage eingereicht, um eine Hinrichtung in den USA zu stoppen, bei der eines seiner Medikamente verwendet werden soll. Eine vorherige Klage in Arkansas war gescheitert. Der verurteilte Mörder hatte ursprünglich am Mittwochabend (Ortszeit) per Giftspritze in der Stadt Ely hingerichtet werden sollen. Der Mann hat wiederholt gesagt, er wolle sterben und es sei ihm egal, ob es schmerzvoll sei. Seine Hinrichtung wäre die erste in Nevada seit 2006.

Insgesamt drei Pharmahersteller haben Widerspruch gegen die geplante Verwendung ihrer Mittel bei der Hinrichtung eingelegt. Das Unternehmen Sandoz, das zwei andere Mittel herstellt, die von Nevada bei der Hinrichtung verwendet werden sollen, erklärte, es wolle der Nutzung ebenfalls widersprechen. Allerdings habe es sich der Klage noch nicht angeschlossen. Der Pharmakonzern Pfizer forderte Nevada im vergangenen Jahr auf, seine Mittel zurückzugeben, die der Staat bei der Exekution einsetzen will. Nevada weigerte sich.

Von RND/AP