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Zeckenopfer auch im Norden

FSME-Infektionen Zeckenopfer auch im Norden

In Niedersachsen wächst das Risiko, sich über Zecken mit dem FSME-Virus anzustecken, der eine gefährliche Hirnhautentzündung auslösen kann. – das sagten Forscher am Dienstag  vor einem „Zeckenkongress“ an der Universität Hohenheim. 

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Gefährliche „Vampire“: Zecken können Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen.

Quelle: dpa

Hannover. Bisher gilt Niedersachsen im Gegensatz zu süddeutschen Regionen nicht als Risikogebiet für FSME ((Frühsommer-Meningoenzephalitis). Im Norden übertragen die Blutsauger zwar häufig über Bakterien die ebenfalls tückische Krankheit Borreliose. Das FSME-Virus trugen sie bislang aber nicht in sich. Zuletzt hätten sich aber vermehrt Menschen im Norden auch mit FSME infiziert, beispielsweise an der niedersächsisch-niederländischen Grenze, sagte Gerhard Dobler, der Leiter des Deutschen Konsiliarlabors für FSME. „Wir haben eine Dynamik, die wir nicht verstehen“, ergänzte der Zeckenforscher. 

Die Statistiken des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin weisen dagegen bisher auf keine erhöhte FSME-Gefahr in Niedersachsen hin. 2016 seien insgesamt vier Menschen in den Kreisen Nienburg, Celle und Emsland sowie der Stadt Wolfsburg mit FSME infiziert worden. Die noch unveröffentlichten Infektionsmeldungen aus 2017 beträfen fünf Menschen, vier davon wiederum aus Celle, Nienburg und dem Emsland, einer aus dem Kreis Hildesheim, sagte eine RKI-Sprecherin der HAZ.„Bisher wissen wir aber noch nicht, wer davon sich vielleicht beim Wandern in Bayern angesteckt hat.“ 

Im Gegensatz zur Borreliose lässt sich der FSME mit einer vorbeugenden Impfung begegnen. Diese wird aber wegen der möglichen Nebenwirkungen nur für Risikogebiete empfohlen. 

Von Gabriele Schulte

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