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Welt Fujimori muss sich für Massaker verantworten
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10:51 22.02.2018
Der amtierende Präsident Pedro Pablo Kuczynski hatte Fujimori kurz vor Weihnachten aus humanitären Gründen begnadigt, was zu zahlreichen Protesten führte. Quelle: AP
Lima

Perus Ex-Präsident Alberto Fujimori wird sich trotz seiner Begnadigung erneut vor Gericht verantworten müssen. Die peruanische Justiz entschied am Montag (Ortszeit), das Recht auf Gnade bei den Menschenrechtsverbrechen im Fall Pativilca nicht anzuwenden und Fujimori wegen Mordes an sechs Menschen im Jahr 1992 den Prozess zu machen. Die Verteidigung Fujimoris kann nach Medienberichten noch Einspruch gegen die Entscheidung einlegen.

Der amtierende Präsident Pedro Pablo Kuczynski hatte Fujimori kurz vor Weihnachten aus humanitären Gründen begnadigt, was zu zahlreichen Protesten führte. Der autoritäre Ex-Präsident war 2009 unter anderem wegen schweren Menschenrechtsverbrechen und Korruption während seiner Amtszeit (1990-2000) zu 25 Jahren Haft verurteilt worden.

Im Fall Pativilca wird Fujimori vorgeworfen, für den Einsatz der paramilitärischen Gruppe Colina verantwortlich zu sein, die im Januar 1992 nördlich der Hauptstadt Lima sechs Menschen verschleppte und ermordete. Neben Fujimori sind 23 weitere Verantwortliche angeklagt, darunter der ehemalige Berater Fujimoris, Vladimiro Montesinos.

Die Staatsanwaltschaft forderte 25 Jahre Haft für den Ex-Präsidenten und Entschädigungszahlungen für die Hinterbliebenen der Opfer. Ein Haftbefehl gegen Fujimori liegt nach einem Bericht der Zeitung „El Comercio“ aber nicht vor. Der Mord an den sechs Männern kommt erst jetzt vor Gericht, weil Chile dem Prozess zunächst zustimmen musste. Das Land hatte Fujimori 2005 festgenommen und 2007 an Peru ausgeliefert, den Fall Pativilca aber nicht in die Akte aufgenommen.

Von AP/epd/RND

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