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Welt Für 18 Millionen bei Harrods geshoppt: Bankiersgattin festgenommen
Mehr Welt Für 18 Millionen bei Harrods geshoppt: Bankiersgattin festgenommen
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18:23 07.11.2018
Weil sie für 18 Millionen Euro im Kaufhaus Harrods shoppte, wurde jetzt eine Bankiersgattin jetzt verhaftet. Quelle: picture alliance / Arco Images
London

Bereits vor knapp einem Monat wurde bekannt, dass die aserbaidschanische Bankiersgattin Zamira H. innerhalb von zehn Jahren für umgerechnet 18 Millionen Euro im Londoner Kaufhaus Harrods geshoppt haben soll. Nun wurde die 55-Jährige, deren Ehemann bereits wegen Betrugs, Unterschlagung und Veruntreuung im Gefängnis sitzt, verhaftet, wie „BBC“ berichtet. Sie muss nun nachweisen, woher sie das Geld hat.

Damit sei Zamira H. die erste, die als verdächtige Person wegen des sogenannten „unexplained wealth order“ (UWO), einem neuen Instrument der britischen Behörden zur Bekämpfung von Korruption, offenlegen muss, woher ihr Vermögen stammt. Die Beweislast wird damit umgekehrt – nicht der Staat muss eine Straftat nachweisen, sondern der Verdächtige muss belegen, dass er sein Vermögen rechtmäßig erworben hat. Das „Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung“ aus dem Jahr 2017 ermöglicht dieses Vorgehen auch in Deutschland.

Zamira H. ist die Frau eines verhafteten Bänkers

Zamira H. ist die Frau des Ex-Bänkers Jahangir H., der vor seiner Verurteilung zu 15 Jahren Haft der „International Bank of Azerbaijan“ vorstand – eben der Bank, von der seine Frau zwischen 2006 und 2016 ganze 35 Kreditkarten für ihr Power-Shopping genutzt haben soll. Das kam den britischen Behörden verdächtig vor.

Die National Crime Agency (NCA) hatte demzufolge Auskunft darüber verlangt, wie die Bankiersfrau in London zwei Immobilien im Wert von insgesamt 22 Millionen Pfund kaufen konnte sowie die Herkunft des Geldes für das ausufernde Shopping bei Harrods.

Ihre Anwälte sagen „BBC“ zufolge zwar, dass Zamira H. „keine Betrügerin“ ist. Festgenommen wurde sie nun trotzdem wegen des Verdachts auf Unterschlagung – und muss damit rechnen, ausgewiesen zu werden. Der Festnahme vorausgegangen sei ein Auslieferungsantrag der aserbaidschanischen Behörden.

Fall Zamira H.: Laut Staatsanwaltschaft besteht Fluchtgefahr

Ein Richter verfügte laut „BBC“, dass Zamira H. bei Zahlung einer Kaution von 500.000 Pfund und unter bestimmten Bedingungen in den Hausarrest entlassen werden könne. Ihre Kinder seien wie sie auch in Großbritannien wohnhaft. Die Staatsanwaltschaft war jedoch der Meinung, dass Fluchtgefahr bestehe. Zamira H. hatte gegen die gerichtliche Order aus London Einspruch eingelegt - allerdings ohne Erfolg.

Von RND/hsc

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