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Welt Osnabrücker Polizeivizepräsident zum LKA-Chef ernannt
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00:43 27.05.2018
Boris Pistorius(rechts), Niedersachsens Innenminister, stellt Friedo de Vries als neuen Präsidenten des Niedersächsischen Landeskriminalamtes vor. Quelle: dpa
Hannover

Manchmal beschleunigen auch Pressemeldungen die öffentliche Bekanntmachung von Beförderungen. Der bisherige Polizeivizepräsident von Osnabrück, Friedo de Vries, musste jedenfalls seinen Urlaub auf einer Nordseeinsel unterbrechen, damit ihn Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag auf einer eilends angesetzten Pressekonferenz als neuen Chef des Landeskriminalamtes vorstellen konnte. Zuvor hatte die HAZ gemeldet, dass de Vries neuer LKA-Präsident werde. Aber trotz des unterbrochenen Inseltrips strahle der Urlauber. Es sei ihm eine „besondere Ehre“ das Landeskriminalamt zu leiten, sagte der 53-jährige, der seit 37 Jahren bei der Polizei arbeitet und als Fachmann für Kriminalitätsverhütung gilt. De Vries folgt auf Uwe Kolmey und gilt wie dieser in Polizeikreisen als sehr kompetent, überlegt, teamorientiert und „als ruhiger Typ“.

De Vries versteht sich als „Coach“

Diese Fremdbeschreibung dürfte auch der Selbsteinschätzung des Kriminalbeamten entsprechen, der in die Fußballersprache auswich, um sein Verständnis von Führung deutlich zu machen. Im Fußball gebe es den Trainer, der die genauen Spielzüge plane, den Kapitän, der als erster Mann auf dem Platz die Tore schieße und verhindere, dass es zu Toren komme. Und dann gebe es noch den Coach, der die Mannschaft motivieren wolle. So sieht sich Friedo de Vries, der seine Aufgabe darin sieht, die Arbeit der Polizei noch stärker zu vernetzen – auf allen ihren Ebenen. Die hat der Kriminalist selbst kennengelernt, der seine Laufbahn im mittleren Polizeivollzugsdienst begann, bevor er nach dem Wechsel zur Kriminalpolizei in den gehobenen Dienst aufstieg. Dann folgte die Polizeiführungsakademie in Münster, die heute Hochschule der Polizei heißt – und mehrere Stationen in Niedersachsen. So leitete de Vries in Wilhelmshaven den Zentralen Kriminaldienst, ein Polizeikommissariat in Oldenburg, wo er bei der Polizeidirektion auch Personalchef wurde. Auch im niedersächsischen Innenministerium hat de Vries gearbeitet – und die letzten acht Jahre als Polizeivizepräsident in Osnabrück, wo ihm der derzeitige Innenminister begegnet ist, der lange Jahre auch Oberbürgermeister von Osnabrück gewesen ist. Boris Pistorius lobte den neuen LKA-Chef jedenfalls als versierten Praktiker, der die Behörde für den massiven Wandel, dem auch die Kriminalität unterliege, sehr gut ausrichten könne.

Islamismus und Cybercrime im Visier

Neben der Bekämpfung des militanten Islamismus sieht der neue LKA-Präsident in der Bekämpfung der Cyberkriminalität eine der größten Herausforderungen. Schon jetzt sei das Landeskriminalamt hier sehr gut aufgestellt –de Vries sagte, die Behörde sei bundesweit „führend“. Aus den Polizeigewerkschaften gab es übrigens nur Lob für den „Neuen“. Und Landespolizeipräsident Axel Brockmann, der wegen der kurzzeitig vorgezogenen Ernennung auch eine Tagung unterbrechen musste, lobte die Sozialkompetenz des neuen Kollegen.

Von Michael B. Berger

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