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Welt „The Man Who Killed Don Quixote“: Goldmünzen im Eselkadaver
Mehr Welt „The Man Who Killed Don Quixote“: Goldmünzen im Eselkadaver
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06:00 26.09.2018
Knappe und Ritter: Toby (Adam Driver, l.), Don Quixote (Jonathan Pryce). Quelle: Foto: Concorde
Hannover

Terry Gilliam hat’s doch noch geschafft: Er hat seinen „Don Quixote“-Film ins Kino gebracht. Von der ersten Idee bis zur Premiere vergingen fast 30 Jahre.

Und die Geschichte ist darüber ziemlich spleenig geworden: Werbefilmer Tony (Adam Driver) hat seine einstigen Ideale vergessen. Für den Zyniker zählt nur Geld. Als ihm eine DVD seines Studentenfilms in die Hände fällt, kehrt er in das Dorf zurück, in dem er einst mit viel Herzblut sein Erstlingswerk realisierte.

Spannender als der Film ist seine Entstehungsgeschichte

Entsetzt muss Tony feststellen, welches Unheil er angerichtet hat. Das junge Mädchen, dem er eine große Zukunft vorausgesagt hatte, ist in der Großstadt gescheitert, die Dorfgemeinschaft auseinandergebrochen, der Schuster, der Don Quixote spielte, hält sich wirklich für den Ritter – und Tony für Sancho Pansa. Gemeinsam mit dem Alten begibt sich Tony auf eine absonderliche Reise, trifft auf Burgfräulein, Goldmünzen im Eselkadaver, Riesen und entdeckt bei sich so etwas wie ein Gewissen.

Spannender als der Film ist die Entstehungsgeschichte des Fantasy-Abenteuers frei nach Miguel de Cervantes’ Romanklassiker „Don Quijote de la Mancha“. Gilliam startete die ersten Dreharbeiten im Jahr 2000, diverse Probleme ließen ihn scheitern. Acht Jahre später probierte er es erneut und musste wieder kapitulieren.

Statt des 2017 gestorbenen Rochefort reitet jetzt Jonathan Pryce als Titelfigur durch die Pampa, für den inzwischen zu alt gewordenen Johnny Depp sprang Driver ein. Trotz großem Schauwert ist diese Komödie zu lang und zu ausgewalzt, zu konfus und zu angestaubt, ohne Interesse an den Figuren. Am Ende hat sich Terry Gilliam verhoben.

Von Margret Köhler / RND

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