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Welt „Tabaluga“ – Eine Falle für den Drachen
Mehr Welt „Tabaluga“ – Eine Falle für den Drachen
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13:00 05.12.2018
Ein Grüner sieht Rot: Drache Tabaluga und seine Freunde treten dem Schneemann Arktos gegenüber. Quelle: Foto Sony
Hannover

1983 erweckten Peter Maffay, sein langjähriger Texter Gregor Rottschalk und Kinderliedermacher Rolf Zuckowski den kleinen Drachen Tabaluga für ein Konzeptalbum zum Leben. Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Es folgten weitere Alben, Tourneen, ein Musical, eine Zeichentrickserie und eine Show für Planetarien. Im Rahmen seines langen Marschs durch die Verwertungskette ist Tabaluga nun auch im Kino angekommen.

Der Schneemann trachtet Tabaluga nach dem Leben

Nach dem gewaltsamen Tod seiner Eltern wächst der grüne Waisendrache in Grünland unter den Fittichen des Raben Kolk auf. Weil er kein Feuer speien kann, wird er oft gehänselt. Einem von seiner sterbenden Mutter in Stein gemeißelten Hinweis folgend, verschlägt es ihn auf der Suche nach seinem Feuer zusammen mit seinem Glückskäferfreund Bully nach Eisland.

Dort vernimmt er eine gar liebliche Gesangsstimme. Sie gehört der reizenden Eisprinzessin Lilly, in die er sich sofort verguckt. Was er und die Angeschmachtete nicht wissen: Lilly soll dem bösen Schneemann Arktos, der Tabalugas Eltern auf dem Gewissen hat, dazu dienen, deren Sohn in eine tödliche Falle zu locken.

Fett produzierte Songs zu allzu schlichter Animation

Die Story basiert nicht nur, aber in wesentlichen Teilen auf dem dritten Rockmärchen „Tabaluga und Lilly“ von 1993. Auf der Heldenreise des putzigen Drachens werden gewichtige Themen wie Freundschaft, Liebe und Tod angesprochen. Und wenn Eisland-Beherrscher Arktos seine Untertanen mit Fake News gegen die Grünländer aufwiegelt, lassen sich schnell unschöne Bezüge zur realen Gegenwart finden. Doch so richtig will die Geschichte mit ihrem einfachen Gut-Böse-Schema nicht zünden.

Das gilt leider auch für die Songs. Die werden zwar von den Synchronsprechern, darunter Wincent Weiss (Tabaluga), Yvonne Catterfeld (Lilly) und Heinz Hoenig (Arktos), selbst gesungen. Aber sie sind so fett produziert, dass sie hier fast wie Fremdkörper wirken. Zumal die übersatten Arrangements in einem herben Kontrast zur ausgesprochen schlichten Animation stehen. Auch in dieser Hinsicht reicht „Tabaluga – Der Film“ bei Weitem nicht an vergleichbare Disney-Werke heran.

Von Jörg Brandes / RND

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