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Welt „Alexander McQueen“: Misstrauisches Genie
Mehr Welt „Alexander McQueen“: Misstrauisches Genie
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06:00 28.11.2018
Misstrauisch: Alexander McQueen mit seiner Mutter Joyce. Quelle: Foto: Prokino
Hanover

„Niemand entdeckte Alexander McQueen. Er hat sich selbst entdeckt“, sagt zu Beginn dieses Dokumentarfilms ein Freund des britischen Stardesigners. Der Sohn eines schottischen Taxifahrers aus dem Londoner East End legte eine Karriere wie aus dem Bilderbuch hin und schaffte es auf den Modeolymp. Weggefährten, Freunde und Familie erzählen von einem außergewöhnlichen Menschen, der mit seinen verrückten Ideen die Modewelt schockte und begeisterte, an seiner Seite die exzentrische Isabella Blow, Mäzenatin und Muse, die schon früh sein Talent erkannte.

Von den Höhen und Tiefen im Leben eines Enfant terrible

Die Filmemacher Ian Bonhôte und Peter Ettedgu zeichnen chronologisch die Höhen und Tiefen dieses Enfant terrible – vom pummeligen Jungen, der früh seine Liebe zum Schneidern entdeckte und als Mode-Punk Furore machte. Doch litt McQueen an den Folgen des schnellen Ruhms. Er stürzte in Drogen ab, war einsam und beging Selbstmord im Alter von 40 Jahren – am Tag vor der Beerdigung seiner Mutter 2010.

In diesem emotional aufgeladenen Porträt erforschen die Regisseure die dunkle, aber auch die träumerische Seite McQueens. Offen und oft zufällig offenbart das Genie auf dem Archivmaterial sein Inneres. Viele Geschichten sind um seine fantastischen und kontrovers diskutierten Shows gruppiert wie „Highland Rape“ 1995, nach der die Presse ihn sensationslüstern als sexistischen Rüpel bezeichnete, der Gewalt gegen Frauen verherrlichte. Was er mitnichten tat.

„Alexander McQueen“ ist eie Hommage an einen Zerrissenen

Diese Hommage zeigt einen in sich zerrissenen, zutiefst misstrauischen und scheuen Mann. Er selbst hat einmal konstatiert: „Für mich ist das Leben ein bisschen wie die Märchen der Gebrüder Grimm.“ Ein Märchen ohne Happy End.

Von Margret Köhler / RND

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