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Welt Stunts mit (dünner) Handlung – „Action Point“
Mehr Welt Stunts mit (dünner) Handlung – „Action Point“
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07:01 23.08.2018
Prost: Ein Bier fürs Bärchen von Johnny Knoxville. Quelle: Paramount
Hannover

Immer das Gleiche, immer lustig: Haut ein Clown gegen ein Hinweisschild, dann dreht es sich am Pfosten und schlägt ihm auf den Hinterkopf. Begibt er sich in die Wurfschale eines Katapults, um zu sehen, was das Ding so kann, wird er gegen das Scheunentor gepfeffert, dass die Latten spreißeln.

Knoxville macht, was sonst nur Kojote Karl überlebt

Johnny Knoxville ist ein Clown. Und was im Kino (oder im Fernsehen) sonst nur Cartoon-Loser wie Kojote Karl, Goofy oder Kater Sylvester machten, bringt Johnny Knoxville seit der MTV-Show „Jackass“ und ihren Kinoablegern sehr zum Leidwesen seines Körpers auch im wirklichen (Film-)Leben. Der König des komischen Schmerzes liefert auch in „Action Point“ die ganzen Kalauer des Autsch-&-Ätsch-Kinos. Wie das Leben so spielt: Mal tritt wer dem Animateur im Bärenkostüm ins Gemächt, dann wieder ist der Bär echt und ziemlich angepisst.

Zurück in eine Zeit, als Sicherheit noch

Zur eher dünnen Story: Knoxville spielt einen silberhaarigen Großvater, der von Garderobe und Frisur her weniger an seinen „Bad Grandpa“ als vielmehr an Robert Redford erinnert und der seiner Enkelin von den Zeiten erzählt, als ihm der baufällige Vergnügungspark Action Point gehörte. Der Zuschauer stürzt zurück ins Jahr 1979, als – so Opa D.C. Carver – noch nicht jeder Wert auf funktionierende Sicherheitsbügel legte. „Gott wird sich schon kümmern“, war sein Credo.

Und so erleben wir, wie D.C. gegen Gläubiger kämpft und gegen einen neuen Park mit High-Tech-Achterbahnen. Und stellen fest, dass das frühere Treiben der Knoxville-Bande ohne Handlung irgendwie lustiger war. Der Park Action Point freilich ist eine so überzeugende Rostruine, dass man hier jede Menge Horrorfilme drehen könnte. Alle Achtung!

Ach ja, wie immer bei Knox gilt: Nichts hiervon nachmachen! Tut weh.

Von Matthias Halbig / RND

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