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Welt EU und Nato fordern Aufklärung von Russland
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15:31 25.05.2018
Die aus Trümmern wieder zusammen gesetzte Boeing 777 der Malaysia Airlines, die als Flug MH17 über der Ukraine abgeschossen wurde. Quelle: dpa
Brüssel

Russische Raketen haben den Flug MH17 im Jahr 2014 zum Absturz gebracht – das ergibt sich aus den Untersuchungsergebnissen des internationalen Ermittlerteams. Nun fordern EU und Nato, dass Russland seine Verantwortung im Fall MH17 anerkennt. Die jüngsten Ermittlungen hätten zweifelsfrei ergeben, dass zum Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs über der Ostukraine ein Flugabwehrraketensystem der russischen Streitkräfte genutzt worden sei, teilten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag mit. Russland müsse nun uneingeschränkt kooperieren, um Rechenschaft zu ermöglichen.

Bundesregierung fordert Aufklärung

Auch die Bundesregierung hat Russland zur kompletten Aufklärung aufgefordert. „Russland sollte nun seiner Verantwortung nachkommen, damit die Tragödie vollständig aufgeklärt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden können“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz.

Die Bundesregierung bedauere, dass das Ermittlungsteam bisher keine befriedigende Antwort aus Moskau auf sein Rechtshilfeersuchen erhalten habe, sagte Fietz weiter. Sie begrüßte zugleich die Ankündigung eines rechtlichen Verfahrens durch die Niederlande und Australien.

Ukraine will sich am Verfahren beteiligen

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko begrüßte ebenfalls die Entscheidung der Niederlande und Australiens, Russland für den Abschuss des Fluges MH17 verantwortlich zu machen. Er habe sein Außenministerium angewiesen zu prüfen, wie sich die Ukraine dem Prozess anschließen könne, teilte Poroschenko am Freitag über Facebook mit. Der Schritt ergänze ein bereits laufendes weiteres Verfahren der Ukraine gegen Russland vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag wegen der mutmaßlichen Finanzierung von Terrorismus.

Bei dem Abschuss der Passagiermaschine mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine waren im Juli 2014 alle 298 Menschen an Bord getötet worden.

Von RND/dpa

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