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Welt EU fordert Israel zu gewaltfreien Lösungen auf
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17:16 21.04.2018
39 Todesopfer und hunderte Verletzte – das ist die traurige Bilanz der Massenproteste im Gazastreifen. Quelle: imago/ZUMA Press
Gaza

Um weitere Eskalationen zu vermeiden: Die EU hat das israelische Militär zur Abkehr vom Einsatz „tödlicher Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten“ aufgefordert. In einer Stellungnahme sprach sich der diplomatische Dienst der Europäischen Union für eine vollständige Untersuchung zu Schüssen des Militärs bei Protesten entlang der Grenze des Gazastreifens zu Israel aus. Am Freitag waren durch die Schüsse vier Palästinenser getötet worden, unter ihnen ein Junge im Teenageralter.

Es hat inzwischen vier wöchentliche Massenproteste an der Grenze gegeben, die von der im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Gruppe Hamas angeführt werden. Die Proteste sollen bewirken, dass eine seit 2007 existierende Grenzblockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten beendet wird. Seit Ende März sind nach Angaben aus dem Gazastreifen 32 Palästinenser durch Schüsse des israelischen Militärs bei den Protesten getötet und mehr als 1600 verletzt worden.

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman schrieb am Sonnabend bei Twitter, die regierenden Hamas-Funktionäre seien die „einzigen Täter“ im Fall um die Tötung des palästinensischen Teenagers am Freitag. Die Hamas setze Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde ein, argumentierte Lieberman. Der UN-Gesandte Nikolay Mladenov hatte gesagt, es sei „ungeheuerlich, auf Kinder zu schießen“. Er forderte eine Untersuchung. Nach Angaben aus dem Gazastreifen war der Junge 15 Jahre alt, eine örtliche Aktivistengruppe berichtete unter Berufung auf offizielle Dokumente, er sei 14 gewesen.

Von dpa/RND

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