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Ein Wahlkampf ist viel Arbeit

Arbeit der Kandidaten Ein Wahlkampf ist viel Arbeit

Vor der Wahl im September machen Parteien Wahlkampf. Sie werben für ihre Ideen. Aber woher wissen sie, wie das am besten funktioniert?

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Vor Wahlen werden Plakate aufgestellt. Bald wirst Du sie überall wieder sehen.

Quelle: Bernd Wüstneck

Berlin. Klopf, klopf! Die Haustür geht auf. Es erscheint ein Mann, aber auf einem Bildschirm. „Hallo“, sagt der Politiker Peter Tauber zu dem Mann. „Wissen Sie schon, wen sie bei der Bundestagswahl wählen?“ Der Mann zuckt mit den Schultern. „Ich weiß noch gar nicht, ob ich überhaupt zur Wahl gehe“, antwortet er.

Die Haustür, an der Peter Tauber klopft, ist keine normale Tür. Sie steht im zweiten Stock eines großen Gebäudes in der Stadt Berlin. Dort bereitet sich die Partei CDU auf die Bundestagswahl vor. An der Tür und dem Bildschirm kann man testen: Wie fühlt es sich an, als Wahlkampf-Helfer von Haus zu Haus zu gehen, um mit Menschen zu sprechen?

Solche Wahlkampf-Helfer werden bald wieder in vielen Orten unterwegs sein. Ihr Ziel: Werbung für eine Partei machen, damit möglichst viele sie wählen. Parteien gibt es so einige in Deutschland: die SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke, die FDP, die AfD und, und, und.

Reisen durch Deutschland

Am 24. September stimmen die Erwachsenen dann bei der Bundestagswahl ab, welche Parteien demnächst regieren. Politiker bestimmen dann zum Beispiel, welche Regeln in Deutschland gelten. Kurz nach der Wahl steht auch fest, wer Bundeskanzler wird.

Schon seit Monaten bereiten sich Parteien auf die Wahl vor. Dafür haben sie extra Wahlkampf-Zentren eingerichtet. „Wir treffen uns jeden Tag um neun Uhr und besprechen, welches Team was macht“, erklärt Juliane Seifert. Sie ist bei der Partei SPD zusammen mit anderen für den Wahlkampf verantwortlich. „Jedes Team ist für etwas anderes zuständig.“

Es gibt Teams, die sich nur um Fragen von Reportern kümmern. Andere schreiben Texte, die im Internet veröffentlicht werden. Damit alle gut zusammenarbeiten können, wurden in der Wahlkampf-Zentrale der CDU Wände eingerissen. Jetzt stehen die Schreibtische näher beieinander. Es gibt auch ein eigenes kleines Fernseh-Studio. Dort werden manchmal Videos mit den Politikern gedreht. Die kann man sich dann im Internet ansehen.

An einer der Tisch-Gruppen sitzen Menschen, die sich mit Werbung auskennen. Sie denken sich zum Beispiel Plakate aus: Was soll darauf zu sehen sein? Welcher Text muss darauf? Einige der Schreibtische sind auch leer. Denn die Mitarbeiter sind nicht immer im Büro. Sie reisen durch Deutschland und begleiten die Politiker bei Veranstaltungen.

Bis zur Wahl dauert es noch einige Wochen. Peter Tauber sagt: „Experten haben herausgefunden: Viele Menschen entscheiden erst in der Woche vor der Wahl, wen sie wählen.“ Die Parteien haben also bis zum Schluss eine Menge zu tun.

von Rebecca Krizak

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