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"Zerstörer-Banden mit Nazi-Jargon"

Wahlplakate "Zerstörer-Banden mit Nazi-Jargon"

Die CDU hat nach massiver Zerstörung von Wahlplakaten vor allem im Hinterland Strafanzeige gestellt. Der Staatsschutz ermittelt.

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Wie hier in Breidenstein überklebten unbekannte Täter Wahlwerbung der CDU mit volksverhetzenden Inhalten.Privatfoto

Quelle: Privatfoto

Marburg. Wie Polizeisprecher Jürgen Schlick bestätigte, wurde die Anzeige am Dienstag gestellt. Von volksverhetzenden Entstellungen sind Wahlplakate in Breidenstein, Gönnern, Niedereisenhausen, Biedenkopf und Dautphetal betroffen. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Unter anderem wurden zwei Großflächenplakate des CDU-Direktkandidaten Dr. Stefan Heck in Breidenstein und Angelburg mit großformatigen „Volksverräter“-Aufklebern versehen und der Slogan des heimischen Politikers mit „Wir zerstören Heimat“ überklebt. Ferner wurde dem CDU-Logo ein islamischer Halbmond beigefügt.

„Die aktuelle Plakate-Zerstörung geht weit über die üblichen Beschädigungen in bisherigen Wahlkämpfen hinaus. Art und Weise der Verunstaltung deuten auf organisierte Täter hin. Da sind Zerstörer-Banden mit Nazi-Jargon unterwegs“, erklärte Heck.

Der Bundestagsabgeordnete kündigte in einer Presseerklärung an, sich von den Zerstörungen und Verunstaltungen nicht abschrecken zu lassen. „Ich werde meinen Wahlkampf unverändert fortsetzen und vertraue auf Polizei und Justiz.“ Heck sagte der OP, dass es sich dabei nicht um eine spontane Aktion gehandelt haben könne. „Die Überklebungen sind maschinell angefertigt und der Größe nach auf die CDU-Plakate abgestimmt.“ In Steffenberg wurden im gleichen Zeitraum zudem zahlreiche A1-Plakate des Bundestagsabgeordneten zerstört.

Der Begriff des „Volksverrats“, den die Täter verwenden, wurde ab 1933 vom NS-Regime als Straftatbestand genutzt, um Juden und politisch Andersdenkende zu verfolgen.

von Till Conrad

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