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09:00 12.10.2018
Juden in der AfD: Ein Teilnehmer einer Demonstration der islamkritischen Pegida-Bewegung hält eine Deutschland- und eine Israel-Flagge in der Hand. Quelle: dpa
Berlin

Es gibt eine neue Gruppierung: „Juden in der AfD“.Ist das nicht ein wenig suizidal? So, als spazierte eine Gans in eine Metzgerei und verlangte nach Gänsehack? Als wollte ein Selbstmordattentäter im Kreise seiner Kumpels noch mal kurz den Knopf des Bombengürtels testen? Als stellte man sich in Riad auf den Marktplatz und riefe lauthals auf Arabisch: „Der Prophet ist eine Schwuchtel!“?

Tatsächlich ist die Entwicklung kritisch. „Denn“, so vertraute ein Nazi mir einst an, „man sollte die Gerissenheit der Juden niemals unterschätzen.“ Jetzt kapern sie also die AfD. Raffiniert! Damit ist die Partei für viele richtige Rechte als „zionistische Lobbyvereinigung“ (W. Gedeon, AfD) keine wählbare Partei mehr. Die Randgruppen-Integrierung wuchert natürlich krebsartig weiter. „Lesben in der AfD“ gibt es bereits mit Alice Weidel. „Schwule in der AfD“ kommen demnächst hinzu, früher oder später sind es auch „Transgender in der AfD“. Endgültig vorbei ist es, wenn es die ersten Gruppierungen „Muslime in der AfD“ und „Ausländer in der AfD“ gibt. Dann dürfen Parteitage mit Rücksicht auf Freitagsgebet und Sabbat nur noch am Sonntag stattfinden, der Vorsitzende heißt Schlomo Feinstein und die neue Fraktion „Kommunisten in der AfD“, besser bekannt als Sammelbewegung „Einschläfern“, legt die Fraktion lahm.

Irgendwann verlassen Björn Höcke und Alexander Gauland frustriert die Partei und gründen eine Alternative zur Alternative. Die „AfD-Ernsthafte-Richtung“ soll beweisen, dass hinter dem neuen Kürzel „AFDER“ endlich wieder eine Partei steht, bei der hinten und vorne dasselbe rauskommt.

Chin Meyer ist Kabarettist und Autor in Berlin.

Von Chin Meyer

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