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Welt Deutsche würden Merz an CDU-Spitze wählen
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11:57 04.11.2018
Anfang Dezember stimmen die Delegierten auf dem CDU-Parteitag über die neue Parteispitze ab. Dürften die Deutschen wählen, würde einer aktuellen Umfrage zufolge Friedrich Merz gewinnen. Quelle: imago/ZUMA Press
Berlin

Fünf Wochen vor der Entscheidung über die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Vorsitzende ist die Debatte über ihre Nachfolge in vollem Gang.

Bei den Deutschen ist Friedrich Merz der Favorit für die Nachfolge von Angela Merkel. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“. Dem Ergebnis zufolge würden 38 Prozent der Befragten Merz wählen. Für die derzeitige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer würden 27 Prozent stimmen, für Gesundheitsminister Jens Spahn 13 Prozent. Alle drei Kandidaten haben ihr Interesse an dem Posten öffentlich gemacht. Merkel tritt nach 18 Jahren an der Parteispitze beim Parteitag in Hamburg am 7./8. Dezember nicht mehr für den Vorsitz an.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Berliner Justizsenator Thomas Heilmann sieht ebenfalls schlechte Chancen für Spahn. „Es läuft eindeutig auf ein Rennen zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer hinaus“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Merz sei es gelungen, die Spahn-Befürworter überwiegend auf seine Seite zu ziehen. „Das tut mit leid für Jens Spahn, aber ich sehe leider keine Chance mehr für ihn“, sagte er.

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Der CDU-Landesvorstand in Niedersachsen wollte sich zwar nicht positionieren, doch intern wird intensiv diskutiert. „Persönlich habe ich eine leichte Präferenz für Friedrich Merz“, sagte der Chef des CDU-Landesverbands Braunschweig, Frank Oesterhelweg.

Oesterhelweg erwartet von der Debatte über ihre Nachfolge „ein wichtiges Signal des Aufbruchs“, damit auch konservativere Kräfte wieder ihren Platz in der CDU hätten. „Wir müssen wieder klarere Konturen für die sich zuletzt immer mehr angleichenden Profile der Volksparteien bekommen“, sagte Oesterhelweg, der an der Spitze von einem der drei CDU-Landesverbände in Niedersachsen steht.

„Die Partei sollte sich Zeit lassen, um zu diskutieren“

Der Vorsitzende des Oldenburger Verbandes, Franz-Josef Holzenkamp, hat sich nach eigenen Worten noch nicht auf einen der Kandidaten festgelegt. „Wichtig ist, dass beim Aufbruch ein Kandidat gewählt wird, der glaubhaft, authentisch und stimmig den Zusammenhalt in der Gesellschaft verkörpert. Das ist der elementare Punkt für mich“, sagte Holzenkamp, der bis 2017 Bundestagsabgeordneter war.

Ähnlich sieht es die Vorsitzende des Bezirks Hannover, die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth. Sie befürwortet die Idee von Regionalkonferenzen, auf denen sich die Kandidaten in den kommenden Wochen vorstellen sollen: „Ich finde, die Partei sollte sich die Zeit lassen, um den Kandidaten erst mal zuzuhören und zu diskutieren.“ Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Jörg Kastendiek argumentierte ähnlich: „Regionalkonferenzen sind ein probates Mittel, um bei den Mitgliedern für seine Ideen zu werben“, sagte er. So könnten sich die Delegierten bis zum Bundesparteitag ein eigenes Bild von den Bewerbern machen. Präferenz für einen der Kandidaten habe er nicht.

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Der frühere Landtagspräsident und Ex-Justizminister Bernd Busemann sagte: „Ich sehe das Ganze auf jeden Fall positiv, als ein Signal des Aufbruchs. Ganz egal, wer es am Ende wird: Dieser Prozess tut uns als Partei gut.“ Ex-Innenminister Uwe Schünemann ließ Sympathien für Merz erkennen, stellte aber vor allem die Vielfalt der Kandidaten heraus: „Der Dreikampf spiegelt die gesamte Breite der CDU bei den Kandidaten wider - das ist etwas, was die Partei lange nicht mehr erlebt hat. An der Basis wird der Prozess begrüßt.“

Merkel hatte nach den massiven Stimmenverlusten der CDU bei der Landtagswahl in Hessen erklärt, sie werde nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren. Sie will aber bis zur nächsten Bundestagswahl Kanzlerin bleiben.

Von RND/dpa/ngo

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