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„Der Spielmacher“: Fairplay ist das nicht

Kino „Der Spielmacher“: Fairplay ist das nicht

Thriller über die Wettmafia: In „Der Spielmacher“ (Kinostart: 12. April) werden Spieler und Schiedsrichter bestochen – und das Ruhrgebiet spielt dabei eine Hauptrolle.

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Gerät in schwere Gewissensnöte: Ivo (Frederick Lau).

Quelle: Warner Brothers

Hannover. Deutsche Gangsterfilme tun sich oft schwer – vor allen dann, wenn sie sich unbedingt vom „Tatort“-Format abgrenzen wollen. Umso erfreulicher, wenn ein Regisseur sich entspannt in diesem Metier bewegt, so wie Timon Modersohn in seinem Debüt „Der Spielmacher“.

Modersohn begibt sich in die Welt der illegalen Sportwetten. Ivo (Frederick Lau) war mal ein Fußballtalent, landete aber im Knast und setzt nun sein Wissen bei Sportwetten ein. Auf ihn wird Wettbürobetreiber Dejan (Oliver Masucci) aufmerksam, der den Großteil seiner Geschäfte auf dem asiatischen Markt abwickelt.

Alles, was gutes Genrekino ausmacht

Fair geht es dort nicht zu: Schiedsrichter und Spieler werden bestochen. Als Dejan den talentierten Nachwuchsspieler Lucas (Mateo Wansing) in seine Betrugsgeschäfte einbeziehen will, gerät Ivo in Loyalitätskonflikte.

„Der Spielmacher“ hat alles, was gutes Genrekino ausmacht: eine spannende kriminelle Welt, eine glaubwürdige Hauptfigur und einen charismatischen Bösewicht. Frederick Lau gelingt es, die Gewissensnöte seiner Figur greifbar zu machen. Ihm gegenüber entfaltet Oliver Masucci die eiskalte Geschäftsmännlichkeit des Wettbüropaten. Der drittwichtigste Hauptdarsteller ist das Ruhrgebiet, das als Fußball-Mafia-Kulisse glaubwürdig wirkt.

Von Martin Schwickert / RND

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