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Welt Das steckte in dem Klumpen auf Rügen
Mehr Welt Das steckte in dem Klumpen auf Rügen
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21:42 28.11.2018
Am Strand von Kap Arkona wurde der Klumpen gefunden. Quelle: Wiebke Dresel
Putgarten

Plötzlich geht alles ganz schnell: Während das Umweltamt des Landkreises, die Wasserschutzpolizei, die Umweltgruppe der Altenkirchener Schule und auch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) wochenlang versuchten, herauszufinden, womit sie es bei dem mysteriösen Objekt vom Strand am Kap Arkona zu tun hatten, werden auf einmal alle Fragen in nur 24 Stunden beantwortet.

Nachdem viele rätselten, woher denn der Klumpen stammen könnte und was er überhaupt sei, reagierte auch Nordstream 2 und verkündete, bei dem Objekt handele es sich um Bestandteile aus einer Kennzeichnungsboje, die bei einer Havarie beschädigt worden war. Nun hat das Unternehmen auch die Zusammensetzung des Klumpens verraten.

„Die Bojenfüllung besteht aus eingefärbten Kugeln, die mit einem Kunststoff-Schaum (Polystyrol oder Polyurethan) gefüllt sind“, erklärt Nordstream-2-Sprecher Steffen Ebert. „Die Hohlräume zwischen den Kugeln sind wiederum auch mit diesem Kunststoff-Schaum gefüllt. Die verwendeten Kugeln werden eingefärbt, damit sie bei einer Beschädigung der Boje nicht zu Hunderten als weiße Punkte auf dem Wasser treiben und die Schifffahrt irritieren.“

Fachgerechte Entsorgung

Ähnliche Erläuterungen gibt es auch aus dem Stralsunder Landratsamt. „Die weiße Masse zwischen den Kugeln ist höchstwahrscheinlich ein Purschaum, dem Kugeln beigemischt werden, damit er besser aushärtet“, sagt Pressesprecher Olaf Manzke nach Rücksprache mit Umweltexperten der Kreisverwaltung. „Bojen wie die beschädigte finden zum Beispiel an Ankerplätzen im Offshorebereich oder bei Aquakulturen und Fischzucht auf offener See Verwendung.“

Das vom Umweltamt sichergestellte Material aus dem Objekt vom Kap-Arkona-Strand soll jetzt fachgerecht entsorgt werden. Da man laut Manzke davon ausgeht, dass kein Stoff des Klumpens für Gesundheit oder Umwelt eine Gefahr darstellt, wird das Material keiner Sonderbehandlung zugeführt.

Von Jens-Uwe Berndt/RND

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