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Welt Darum beschäftigt der Fall Küblböck die Polizei noch bis 2092
Mehr Welt Darum beschäftigt der Fall Küblböck die Polizei noch bis 2092
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11:22 02.10.2018
Daniel Küblböck ist während einer Aida-Kreuzfahrt über Bord gegangen. Offiziell wird der Fall die kanadische Polizei noch jahrzehntelang beschäftigen. Quelle: imago/News4HH
St. Johns

Der Vermisstenfall Daniel Küblböck wird die kanadischen Ermittlungsbehörden offiziell noch jahrzehntelang beschäftigen – genau genommen bis zum 27. August 2092. Das berichtet die „tz“ aus München. Hintergrund ist die kanadische Gesetzeslage.

Küblböck war Anfang September während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York in der Labrador-See vor Neufundland über Bord gegangen. Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich. Nach Einstellung der Suche durch die kanadische Küstenwache liegt der Fall inzwischen bei der Polizeibehörde Royal Canadian Mounted Police (RCMP). Dort wird das Verschwinden des deutschen TV-Stars als Vermisstenfall geführt, nicht als Verbrechen, berichtet die „tz“.

Zeigen Videoaufnahmen, wie Daniel Küblböck ins Meer stürzt?

Es sei ein RCMP-Ermittler zur Spurensuche an Bord des Aida-Schiffes gewesen, konkrete Details wollte die Polizeisprecherin Glenda A. Power dem Bericht zufolge allerdings nicht nennen. Auch ob es Aufnahmen einer Übewachungskamera gibt, die Küblböcks angeblichen Sprung von Bord des Schiffes zeigen, wollte Power weder bestätigen noch dementieren: „Wir können uns nicht zu Videoaufnahmen äußern, die verfügbar gewesen sein könnten. Solches Beweismaterial würde aber sicher in jegliche Ermittlungen dieser Art einbezogen“, sagte sie der „tz“.

Offiziell abgeschlossen wird der Fall für die Ermittler allerdings noch sehr lange nicht. Power sagte der „tz“: „Bitte beachten Sie, dass wir Vermisstenfälle 99 Jahre lang geöffnet halten müssen oder bis das Alter der vermissten Person 107 Jahre erreicht.“ Im Fall Küblböck wäre das bis zum 27. August 2092.

Daniel Küblböck kann in Deutschland nach sechs Monaten für tot erklärt werden

Unabhängig davon kann Daniel Küblböck in Deutschland für tot erklärt werden. Geht jemand über Bord eines Schiffes und wird vermisst, kann ein Gericht auf Antrag den Tod erklären oder die Todeszeit feststellen. Dies regelt das Verschollenheitsgesetz. Das Gesetz sieht für eine Todeserklärung unterschiedliche Fristen vor, die verstrichen sein müssen. Als verschollen gilt jemand, von dem es seit längerer Zeit kein Lebenszeichen gibt und ernstliche Zweifel an seinem Fortleben bestehen. Allgemein kann jemand für tot erklärt werden, wenn er seit zehn Jahren als verschollen gilt. Wenn Menschen bei einer Fahrt auf See verschwinden – bei einem Schiffsuntergang oder durch einen Sturz vom Schiff – dann gilt eine kürzere Frist von sechs Monaten.

Zumindest ein enger Freund äußerte zuletzt Zweifel daran, dass Küblböck tatsächlich tot ist. In einem Gespräch mit der „tz“ sagte Robin Gasser, es spreche aus seiner Sicht einiges dafür, dass der Sänger noch lebe. Er selbst habe den Sänger und Schauspieler als einen intelligenten Menschen kennengelernt, der „niemals unüberlegt handeln würde“. Auch habe Küblböck schon in der Vergangenheit davon geträumt, sein altes Leben einfach hinter sich zu lassen und „abzuhauen, um neue Kulturen kennenzulernen“. Ein organisierter Ausstieg sei ihm „auf alle Fälle zuzutrauen“.

Von RND

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