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Containerriese brennt im Indischen Ozean

Schiffshavarie Containerriese brennt im Indischen Ozean

Im Indischen Ozean ist an Bord eines großen Containerfrachters ein Feuer außer Kontrolle geraten. Ein Seemann wurde getötet, vier sind vermisst. Rettungsmannschaften sind vor Ort.

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Bilder aus einem Aufklärungsflugzeug der indischen Marine zeigen das Ausmaß des Feuers an Bord der „Maersk Honam“.
 

Quelle: INDIAN NAVY

Kiel.  Im Seegebiet zwischen Indien und dem Golf von Aden kämpfen Rettungsmannschaften gegen einen Großbrand an Bord des Containerfrachters „Maersk Honam“. Im Laderaum des 353 Meter langen und 53 Meter breiten Frachters war am Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Da das Feuer am Mittwoch außer Kontrolle geriet, retteten sich 23 Besatzungsmitglieder mit den Rettungsbooten des Schiffes. Vier Seeleute sind nach Mitteilung der Reederei Maersk Line noch vermisst. Nach der Rettung erlag außerdem einer der Seeleute seinen schweren Verletzungen.

Ursache des Brandes ist noch unklar

Wie die Reederei Maersk in Kopenhagen mitteilt, hatte der Frachter 7860 Container an Bord, die er von Asien nach Europa bringen sollte. Die indische Marine und Küstenwache schickten Rettungsmannschaften zur Unglücksstelle, die etwa 600 Seemeilen westlich der indischen Hafenstadt Cochin liegt. Am Donnerstag morgen begann das Küstenwachschiff „Shoor“ mit Löscharbeiten. Das Vorschiff der „Maersk Honam“ ist durch Explosionen und den Brand verwüstet. Das Feuer war sogar von amerikanischen Satelliten aus zu erkennen.

Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Die Reederei erklärte, man werde umfangreich mit allen Behörden bei der Aufklärung zusammenarbeiten. Die unter der Flagge von Singapur fahrende „Maersk Honam“ gehört zu den größten Containerschiffen der Welt. An Bord ist Platz vor 15262 Standardcontainer (20 Fuß). Ein Großteil der 7860 Container haben jedoch die Größe von 40 Fuß.

Weiteres Unglück einer Serie von Schiffsbränden auf Containerfrachtern

Wie die Reederei mitteilt, bestand die 27-Köpfige Besatzung aus Seeleuten aus Indien (13), von den Philippinen (9) und Thailand (2) sowie aus Rumänien, Südafrika und Großbritannien. Das Schiff wurde in Korea bei Hyundai Heavy Industries gebaut und kam im August 2017 erst in Fahrt. Das Schiff pendelt seitdem zwischen Fernost und Häfen im Mittelmeerraum.

Der Brand an Bord der „Maersk Honam“ ist ein weiteres Unglück einer Serie von Schiffsbränden auf Containerfrachtern. Im April 2017 war unweit der jetzigen Unglücksstelle im Indischen Ozean der große Containerfrachter „ MSC Daniela“ in Brand geraten. Im Juli 2012 geriet im Nordatlantik der deutsche Containerfrachter „MSC Flaminia“ in Brand. Das Unglück forderte drei Todesopfer unter der Besatzung.

Von Frank Behling/kn-online/RND

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